Thumanns
Die letzten Tage waren ganz schön wild. Es war viel zu tun: Angefangen mit unserer Toilette, dann hat unser Motor im Panama-Kanal angefangen zu rauchen. Unser Rigg musste noch fertiggestellt werden und die Warterei auf das Cruising Permit hat uns fast verrückt gemacht. Warum? Vor uns liegt eine Monsteretappe. 4000 sm über den Pazifik. Wir sind mittlerweile schon etwas spät dran für diese Überquerung und das Wetterphänomen El Niño macht es uns in diesem Jahr auch nicht gerade leicht. Alles musste heute fertig werden, denn der Zeitpunkt zu starten ist genau JETZT. Unser Boot ist für die nächsten Wochen für eine Crew von 6 Personen proviantiert. Und wie cool ist bitte dieser Panamese, der uns einfach sein Auto überlassen hat? Alles hat geklappt – und das an einem Freitag! 🎉 (alles musste bis 15:00 Uhr erledigt sein)
4000 Seemeilen pures Abenteuer und absolute Ungewissheit. Sobald wir den Schutz der Küste verlassen, sind wir komplett auf uns allein gestellt. Bei einer Strecke dieser Länge ist es schlicht unmöglich, das Wetter bis zum Ende vorherzusagen. Die Wetterberichte reichen nur für die ersten Tage, danach fahren wir ins Ungewisse. Mit El Niño im Nacken kann sich die Wetterlage da draußen innerhalb von Stunden komplett drehen. Von tagelanger Flaute, die uns psychisch alles abverlangt, bis hin zu schweren Stürmen, bei denen jeder Handgriff sitzen muss. Auf dem Pazifik kann und wird alles passieren. Es gibt kein „Ich kann nicht mehr“, keinen Rückzugsort und keinen Notruf, der uns mal eben schnell herausholt.
Es ist die ultimative Prüfung für das Boot und für uns als Crew.
🤫 Doch einen ganz kurzen Zwischenstopp haben wir vorher noch geplant.
Habt ihr schon mal von den Islas Perlas gehört?
Jonas musste noch Ballast über Bord werfen, bevor wir in den Pazifik starten.
Gewichtsoptimierung nennt man das 😂
Die Wackelzahn-Pubertät macht auch vor dem größten Ozean der Welt keinen Halt. Hoffen wir, dass die Zahnfee den Weg nach Panama noch findet, bevor wir mitten auf dem Ozean sind.
4 Wochen auf dem offenen Ozean. KEIN Supermarkt, KEIN Land, nur wir und die Natur.
Jetzt wird es langsam ernst, Leute. Wir stehen vor unserem bisher größten Abenteuer. Der Pazifik-Überquerung. Von Panama bis nach Französisch-Polynesien auf unserer Stellar.
Bevor wir die Leinen loswerfen können, heißt es, Bunkern bis zum Umfallen! Nichts bereitet seit ein paar Wochen mehr Kopfzerbrechen 😅 Proviant und Diesel dürfen auf keinen Fall knapp werden.
Doch erstmal steht noch der Transit durch den Panamakanal an.
Was wäre das EINE Lebensmittel, das du auf einer 4-wöchigen Seereise absolut nicht vermissen wolltet? Schreibt es in die Kommentare. Damit wir auch sicher nichts vergessen haben 😅✌🏼
Und jetzt folgt uns .life um dabei zu sein. Das Abenteuer beginnt genau jetzt!
Mal ein bisschen Realität vor dem großen Pazifik-Sprung. Wir stehen im „Schlafzimmer“, und starren auf einen Haufen Schläuche, eine Pumpe und ein Loch, das definitiv zu klein aussieht.
Plan für heute: Den kompletten Wassermacher aus seiner Komfortzone unter dem Bett vertreiben und in dieses winzige Fach quetschen. Warum? Weil von Panama nach Französisch-Polynesien kein Supermarkt auf dem Weg liegt 😅 und unser Boot wird nicht magisch größer, also versuchen wir jeden Millimeter Stauraum für Proviant freizuschaufeln. Und unter unserem Bett wäre der Ideale Raum für sehr sehr viele Konserven.
Was meinst du? Passt das alles da rein oder schlafen wir heute Nacht auf den Schläuchen?
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