HundeHERZ

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07/03/2023

.7 - erste Übungen

Auf den ersten Blick mag das heutige Video eine gewöhnliche Futtergabe per Hand darstellen. Doch es steckt weitaus mehr dahinter.

Bereits nach ca. 5 Tagen, als Scarlett ein bisschen gewohnter war, das Futter aus meiner Hand zu erhalten, begann ich damit, von ihr etwas einzufordern, was sie in diesem Stadium leisten konnte: . Gleichzeitig lernt Scarlett dabei das Basiswort ›Ok‹, das später eine Erlaubnis in vielen anderen Situationen erteilen wird. Durch die vielen Wiederholungen wird das Wort tief verankert.

Der Blickkontakt ist wiederum weitaus wichtiger als Basiskommandos wie Sitz, Platz oder Bleib. Er ist die Voraussetzung für eine spätere gute Orientierung am Menschen an und ohne Leine. Und für eine effektive Verarbeitung weiterer Kommandos. Deshalb beginnt auch der , der Weg der Hundesprache (eine Hundehalterausbildung, die ich anbiete) mit eben diesem Kurs. Er hat die Farbe gelb und ist für alle Teams, bei denen sich der Hund (draußen) nicht an seinen Haltern orientiert der Beginn eines langen Weges zum finalen Schwarz, dem kompetenten Hundehalter. [ein Schaubild der Stufen des InuGoDô zeigt mein Titelbild im persönlichen Facebookprofil].
Man sieht, dass Scarlett längst verstanden hat, dass der Blick zu mir ein Schlüssel für die Erlaubnis ist und diese wiederum meine geschlossene Hand öffnet.

Und noch zwei weitere Elemente beinhaltet dieses so kurze Video: eine Grenzsetzung und der Laut dazu (so Minute 1:09). Ja, ich arbeite von Anfang an auch mit unsicheren und ängstlichen Hunden mit direkten (=aversiven) Grenzsetzungen, dem Zustand des Hundes entsprechend. Das zeigt Minute 1.09, als Scarlett zum Napf hin möchte.
Das letzte Element wird nebenher vermittelt: meine Haltung auf dem Boden plus offene Hand (später beide Hände) mit Handfläche nach oben ist eine einladende Geste. Hunde verstehen das zwar in der Regel automatisch, aber solchen Hunden wie Scarlett sollte man den Weg so sehr wie möglich weiter ebnen.

Zu beachten und unbedingt einzuhalten ist, dass meine Hand bei der Futtergabe NIEMALS bewegt wird. Geschweige denn den Versuch unternimmt, Scarlett berühren / streicheln zu wollen. Die gelernte Verlässlichkeit, dass die Hand immer ruhig bleibt, ist ein wichtiger Faktor für die Beschleunigung des Abbaus von Furcht näher zu kommen und in Ruhe das Futter aufnehmen zu können.

(FYI, Hintergrundgeräusch: Waschmaschine)

Photos from HundeHERZ's post 22/02/2023

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Die allererste Aufgabe noch am Samstag Abend war: Hund aus der Box bekommen und die Box säubern, denn sie hat nach der langen Fahrt in die Transportboxen uriniert.

Wie bekommt man einen ängstlichen Hund aus der Box? Da gab es für mich nur eine sinnvolle Vorgehensweise: Boxoberschale abbauen. Ich hatte das Glück, dass Scarlett - wie erhofft - nicht völlig verängstigt sondern vorsichtig neugierig von selbst die Box daraufhin verließ. Andernfalls hätte ich die Box schräg gestellt oder die Hündin mittels einer dicken Decke (um sie nicht direkt zu berühren und um vor Bissen geschützt zu sein) rausgeschoben.

Das gibt allerdings sehr gut auf. Doch eine weitere, weitaus schwierigere Aufgabe wartete noch auf uns: das Anlegen des Sicherheitsgeschirrs.

22/02/2023

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So lebte Scarlett mit ihren Geschwistern im Zwinger. Man erkennt, dass die Hunde vorsichtig, schüchtern bis ängstlich sind. Aber neugierig. Jumper, der vordere Hund, liess sich gerne streicheln. Er wurde längst vermittelt. Scarlett kommt zum Schluss etwas hervor.

Die Hunde schienen zwar Defizite zu haben, aber auch voller Leben und Neugierde darauf. Man sieht keine überwältigende Angst oder aggressive Tendenzen. Das stimmte mich optimistisch, dass wir schnelle Fortschritte erzielen würden: die Neugier ist ein entscheidender Faktor für einen schnelle Fortschritt nach einer Vermittlung.

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