GmbH
15/11/2018
Interessant an der folgenden Frage der Schlosspost-Redakteurin und unserer Antwort darauf ist vor allem der Zeitpunkt. Denn das Interview führten wir bereits zwei Wochen vor dem Bekanntwerden des von der Stadt favorisierten Standorts für das geplante Operninterim auf dem Gelände der Containercity.
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What is interesting about the following question of the Schlosspost editor and our answer to it, is above all the timing. We conducted the interview two weeks before the city's favourite location for the planned opera interim was announced on the grounds of the Containercity:
Schlosspost: […] many cultural initiatives and cooperatives are only tolerated by the landlords and funding bodies because they comply with concrete guidelines. As soon as they wish to stay independent, sovereign, and uncontrollable, then their support is limited. And even if cultural initiatives and cooperatives comply with all the obligations, and furthermore promote dialogue and cooperation between partners through encouraging joint actions in urban planning and cultural work, in the end they’re often used only as long as necessary. The esteem and added value often remains unilateral; in many cases cultural initiatives are utilized for enhancing and upgrading urban districts that are urgently in need of development.
GmbH: Truth is, you have to approach [this critically]. Years of experience and empty promises have made us [skeptical] and have taught us to hold out on calling »success« until we get tangible results. What remains of good intentions in the end, what will be implemented and to what extent this integrative approach will make a difference to the previous approaches. We will wait and see.
Full-length Interview:
Are We Independent? Art Spaces, Cultural Politics and the Real Estate Market GmbH focuses on self-organized structures of independent cultural initiatives and the bureaucratic apparatus beyond it, highlighting complex processes.
10/11/2018
09/11/2018
Der Countdown zum nächsten GmbH-Talk läuft !!
Innerhalb der nächsten Stunde gehen wir mit einem weiteren Talk auf Sendung.
Thema: Die Voraussetzungen für eine selbst-organisierte Party- und elektronische Musikszene in Stuttgart.
Ihr seid herzlich eingeladen bei uns im Studio im Kunstgebäude vorbeizuschauen, sonst einfach live über die Contain't - FB - Page zusehen und mitdiskutieren:
Es diskutieren:
- Walter Ercolino (Popbüro Region Stuttgart)
- Tobias Rückle ( LoveIt)
- Philip Kaiser ( Aromåt)
- Nils Runge (Waltraudlichter)
- Sebastian Meyer (Aromat)
- Robin Seiter (Panopticum)
- Marlene Engel (Nachtbürgermeisterin Wien & Kuratorin Hyperreality)
- Manuel Albani (contain’t e.V.)
- Moderation Marco Trotta
Thema:
Seit Jahren arbeiten vielfältige selbst-organisierte Initiativen und Projekte in Stuttgart (und anderen Städten) daran, kulturelle, soziale oder ökologische Mehrwerte für die Stadtgesellschaft zu schaffen und wirken größtenteils mit „softpower“ auf sie ein. Gleichzeitig sind diese Projekte mit immer ähnlichen Probleme und Herausforderungen konfrontiert: Raumknappheit, komplexe, statische, oft lähmende Verwaltungstrukturen, oft frustrierende Kommunikation mit Ämtern und Behörden, prekäre finanzielle Situationen, temporäre Mietverträge, schwierige Arbeitsbedingungen gepaart mit einer fragwürdigen Wertschätzung der Politik, einer ungleichen Wettbewerbsituationen mit kommerziellen Nutzungen und nicht zuletzt oft als mangelhaft empfundenen Möglichkeiten zur Intervention in politische Entscheidungsprozesse.
Aus der Not eine Tugend gemacht hat auch eine unabhängige, informelle elektronische Musik- und Partyszene, die im Rahmen von Zwischennutzungen oder gänzlich ohne eigene Räume das kommerzielle Clubprogramm der Stadt mit interessanten Bookings ergänzt. Sie schafft eine Plattform für den spielerisch Umgang mit Musik und neuen Medien, bietet ein Sprungbrett für junge Nachwuchsmusiker und bindet nicht selten performative Inhalte und künstlerische Lichtkonzepte in ihre Veranstaltungskonzepte mit ein.
Diese junge und lebendige Szene hat erstaunliche Strategien im Hinblick auf die Realisierung spontaner, nicht genehmigten Partys entwickelt. Schwierigen räumlichen Bedingungen und der Verdrängung aus kommerzialisierten, zentralen Bereichen der Stadt wird mit einer mobilen Infrastruktur und intelligente begegnet. Mit ihren Bookings von DJs und Produzent_innen elektronischer (Live-) Musik transportiert diese Szene zeitgemäße urbane Kultur aus den Metropolen nach Stuttgart und ermöglicht eine Auseinandersetzung mit der Musik der globalen Musikszene.
Sie sind ein zentrales konstituierendes Element von Subkulturen und sind gleichzeitig auch für die Ausbildung eines spezifischen stilistischen Duktus der jeweiligen Subszene verantwortlich.“
Zur allgemein schwierigen Situation kommen trotz großer Popularität für die Veranstalter und Initiativen dieser Szene noch Herausforderungen wie die Verfolgung durch Ordnungskräfte, Lärmbeschwerden und negative Zuschreibungen der Politik, der Öffentlichkeit und teilweise aus der Kulturszene selbst hinzu.
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