Bambule

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04/04/2021

„Wie konnte eine bewaffnete Gruppe über Jahre hinweg faschistische Morde und Anschläge in Deutschland begehen?“
„Warum wurden sie nicht gestoppt?“
„Was wusste der Staat davon?“
„Gehörten zu der Gruppe N***s aus Dortmund?“
„Liefen die Helfer dieser Mörder vielleicht in einer der vielen Nazidemonstrationen mit?“
Elif Kubaşık im April 2020

Heute vor 15 Jahren wurde Mehmet Kubaşık wenige Tage vor seinem 40. Geburtstag vom NSU in seinem Kiosk in Dortmund ermordet.
1991 kamen er, seine Frau Elif und ihre Tochter Gamze nach Deutschland und erhielten Asyl. 2004 eröffnete er einen eigenen Kiosk in der Dortmunder Mallinckrodtstraße. Neben seiner Frau Elif und seiner Tochter Gamze hinterlässt er zwei Söhne.
Gamze Kubaşık erinnert sich in Barbara Johns „Unsere Wunden kann die Zeit nicht heilen“:
„Mein Vater war ein sehr fröhlicher Mann. Wir haben sehr viel gelacht. Viele Freundinnen haben mich beneidet um ihn: Dein Vater ist so toll. Du verstehst dich so gut mit ihm. Du kannst ihm alles erzählen. Bei uns geht das nicht. Seine Art kam auch bei den anderen gut an. Er hatte gute Freunde, man mochte ihn sehr gern. Viele Jugendliche respektierten und grüßten ihn. Wenn wir in der Stadt unterwegs waren, hatte ich immer das Gefühl, ganz Dortmund kennt ihn. Mein Vater hatte vor uns keine Geheimnisse, wir haben als Familie alles beredet und gemeinsam unternommen. Ich kann mich gar nicht daran erinnern, dass er mal längere Zeit von uns fort war. Und dann war er plötzlich nicht mehr da.“

Unsere Solidarität gilt den Opfern der rassistischen Mordserie, den Überlebenden der Anschläge und allen Menschen, die von rechtem Terror und Rassismus bedroht und betroffen sind.
Kein Schlussstrich – Son söz henüz söylenmedi – όχι τέλιkη ypaμμη – No closure!

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