Der Dialog
18/04/2014
Die Präsidentschaftskandidatin Julia Tymoschenko, bat den amerikanischen Kongress, der Ukraine militärisch zur Seite zu stehen, dies teilte die Pressestelle ihrer Partei mit. Die USA müsse alle in ihrer Macht stehenden Mittel einsetzen, um die Souveränität und die territoriale Integrität der Ukraine zu sichern. Das Land brauche eine allumfassende Hilfe, es werde Ausrüstung für Luft- und Panzerabwehr benötigt, beteuerte Tymoschenko. Darüber hinaus soll Washington die Ukraine bei der Ausbildung des Militärs unterstützen. Das in Genf geschlossene Abkommen zwischen der Ukraine, der EU, USA und Russland bezeichnete sie, als ersten Schritt in die richtige Richtung.
Auch wenn die Präsidentschaftskandidatin in den vergangenen Tagen von einem fragwürdigen Gericht freigesprochen wurde und nicht mehr ins Gefängnis muss, macht es den Anschein, als sitze sie geistig immer noch drin. Die Ukraine braucht keine neuen Waffen, sie braucht niemanden der ihre Einheiten ausbildet. In der aktuellen Lage, geht die Gefahr nicht von Russland aus, sondern vom finanziellen Zustand des Landes. Statt der abstrusen Kriegsrhetorik, sollte sie sich endlich darauf konzentrieren, die Wogen im Land zu glätten und die Ukraine, sowohl den Osten als auch den Westen, wieder unter eine Flagge zu bringen.
Offensichtlich erkennt sie nicht, wo die Wurzel der ukrainischen Probleme liegt. Kein überzeugendes Gütesiegel für eine Anwärterin auf das Präsidentschaftsamt.
18/04/2014
Während eines zweitägigen Streiks der örtlichen Polizei, gab es massive Unruhen in der drittgrößten Stadt Brasiliens Salvador da Bahia. Innerhalb der 48 Stunden, gab es zahlreiche Plünderungen, es starben dabei mindestens 39 Menschen. Dilma Rousseff die Präsidentin Brasiliens, entsandte insgesamt 2500 Soldaten sowie 250 Elite-Polizisten in die Stadt, um die Lage unter Kontrolle zu bringen. Brasilien ist der Austragungsort der nächsten Fußball-Weltmeisterschaft, in Salvador finden mehrere Spiele statt. Im größten Land Südamerikas, kommt es immer wieder zu starken Ausschreitungen. Grund für die Proteste ist die soziale Ungerechtigkeit im Verbund zur Weltmeisterschaft. In einem Land, in dem viele Menschen unter extremer Armut leiden, explodieren die Kosten für das Turnier. Aktuellen Schätzungen zur Folge, werden die Brasilianer über 11 Mrd Euro investieren, was rund 15% über dem ursprünglich kalkulierten Betrag liegt. Zu viel für ein Land, in dem über ein Viertel der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze lebt. Selbst die Fußball begeisterten Südamerikaner, hätten das Geld lieber in Bildung, das Gesundheitswesen und die Kriminalitätsbekämpfung angelegt.
Die Polizisten wollen eine bessere Bezahlung, Brasilien gilt als eines der gefährlichsten Länder der Welt. Drogenkartelle kontrollieren ganze Städte, Korruption ist ein gängiges Mittel um seine Interessen durchzusetzen. In Salvador werden statistisch gesehen jeden Tag 2,5 Menschen getötet.
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