translib
30/01/2026
Edit: Anmeldestop - alle Plätze sind bereits vergeben.
Integration durch Entmenschlichung - Historischer Materialismus und Rassismusanalyse. Tagesseminar mit Lukas Egger.
Was Rassismus ist, wie er sich historisch eingrenzen lässt und mit welchen Begriffen er angemessen analysiert werden kann – diese Fragen sind innerhalb der marxistischen Theoriebildung heftig umstritten. Rassismus wird von manchen Marxist:innen als Struktur und von anderen als Ideologie verstanden. Einmal wird er bis in die Antike zurückverfolgt, das andere Mal als Phänomen der Moderne aufgefasst. Manche trennen ihn vollends vom Rassenbegriff, andere wollen ihn fest an diesen binden. Von einigen wird er als Ergebnis einer intentionalen Herrschaftsstrategie analysiert, während andere seinen Ursprung an der Warenform dingfest machen wollen.
Im Workshop mit Lukas Egger soll gezeigt werden, dass sich diese Probleme der Rassismusforschung nicht durch Begriffsarbeit allein, sondern primär auf Basis vergleichender historischer Analysen schlichten lassen. Dabei werden ausgehend von Ansatzpunkten im Werk von Karl Marx die Potenziale einer historisch-materialistischen Rassismusanalyse an einem konkreten Beispiel ausgelotet: der rassistischen Regulation der Sklaverei im kolonialen Amerika. An diesem Beispiel soll deutlich werden, dass es sich bei Rassismus nicht nur um eine Ideologie der Naturalisierung und Legitimation von Herrschaft, sondern zugleich um einen Modus negativer Integration in Klassengesellschaften handelt.
Meldet euch an unter [email protected] – die Plätze im Seminar sind begrenzt. Zur Vorbereitung auf den Workshop wird ein Reader zur Verfügung gestellt.
Am Vorabend des Seminars stellt Lukas Egger das von ihm mitverfasste Buch „Marx, Engels und der Rassismus ihrer Zeit“ in der translib vor.
24/01/2026
Reclaim the Red. Zur Kritik des älteren und neueren Marxismus-Leninismus
Broschüren-Release und Diskussion
13.02.2026 | 19:00 Uhr | translib, Lütznerstraße 30, Leipzig
Als Chemnitzer Theoriefestival Kantine haben wir uns 2024 eine Woche lang der Analyse und Kritik der »Zone« gewidmet. Ein Anlass für unsere intensive Beschäftigung mit der DDR war das Revival von marxistisch-leninistischen »Roten Gruppen«, das seit einigen Jahren viel diskutiert wird: Unser Eindruck war, dass die Kritik an diesen Gruppen oft nicht ausreichend imhaltlich ausgeführt wird. Wir haben daher auf der Kantine »Zone« begonnen, uns Aspekte einer solchen historisch und gesellschaftstheoretisch fundierten Kritik zu erarbeiten, und die Ergebnisse im Nachgang in der Broschüre »Reclaim the Red« dokumentiert, vertieft und ergänzt.
Unsere 2025 veröffentlichten »Kleinen Roten Bücher« waren bereits nach kurzer Zeit ausverkauft. Wir haben sie nun neu aufgelegt – das wollen wir mit euch feiern!
Davor wollen wir an dem Abend einen Einblick in die Broschüre geben und mit unseren Autor:innen und euch darüber diskutieren, warum eine Kritik an den neueren »Roten Gruppen« sowie an der Denktradition des Marxismus-Leninismus notwendig ist. Dafür haben wir die Gruppe Kappa, die Gruppe Vogliamo Tutto und Julian Kuppe eingeladen, die in ihren Beiträgen auf verschiedene Aspekte des Themenkomplexes eingehen. Anschließend gibt es die Möglichkeit die Broschüre zu erwerben und sich bei einem Getränk weiter auszutauschen.
Eine Kooperation des Kantine-Festivals mit translib. ein communistisches Labor (Leipzig).
16/01/2026
almost teen Party – translib wird 12
31.01.2026 I 19:30 I translib, Lütznerstraße 30
Genoss*innen, hebt die runzeligen Köpfe von der Federici-Lektüre, lasst die Dialektik einmal Dialektik sein und bringt eure müde Schwarte in Bewegung: Wir werden 12 Jahre alt und wollen das mit euch feiern. 12 Jahre translib heißt 12 Jahre kommunistische Bildungsarbeit, liebevolles Diskutieren, mühsames Marxeln, die Bitterkeit, ja zuweilen Aussichtslosigkeit der Verhältnisse schmecken – darin aber zusammen wenigstens nicht untergehen. Für diesen Abend jedenfalls gilt: Wir stehen vielleicht nicht kurz vor dem Kommunismus, aber vor der Pubertät. Und das muss begossen werden. Clap your hands, raise your fist, shake your soft office bum! Dafür haben wir uns auch ein passendes Programm überlegt.
19:30 Uhr – Get-together
20:00 Uhr – 12 Jahre translib: Begrüßung und Stößchen auf uns mit Secco
20:30 Uhr – Konzert: Jeanne-Luc Borovsky (https://jeanne-lucborovsky.bandcamp.com/album/live-in-halle)
Mit der Bühnenpräsenz eines Schlaghammers führt die Punk-Band (https://jeanne-lucborovsky.bandcamp.com/album/live-in-halle) Jeanne-Luc Borovsky in unseren Abend ein. Harte Schale, weicher Kern? Manchmal braucht es eben doch den Abriss, um zum Wesentlichen vorzudringen. Klassisches Uff-Da-Uff-Da-Schlagzeug mit der Präzision einer Trümmerbirne trifft auf ein fabelndes Keyboard, das in seinem Sound an die Drehungen eines Betonmischers Marke Scheppach 3000 erinnert. Gekrönt von dem durchdringenden Gesang unserer liebsten Frontmeister*in. Wer sonst könnte Songs mit so eingängigen Titeln wie „Oh Yeah“ auf die Bühne bringen?
21:30 Uhr – DJ Pesca Fresca & Cinnamon
Mit dem DJ-Duo Pesca Fresca & Cinnamon geht es dann in die Knie. Reggaeton, Dancehall und Afrobeats ist angesagt, um unseren Laden spätestens jetzt auf Zimmertemperatur aufzuheizen.
23:30 Uhr – DJ Whitney Husten
Und wer geglaubt hat, House gehöre der Vergangenheit an, soll bei uns eines Besseren belehrt sein. Mit deepen Vocals und dem lang vermissten 4/4-Takt clappt uns DJ Whitney Husten im geschmeidigsten 2000er-Sound durch die Nacht, bis das Bettchen ruft.
Special Drink: Gin Tonic
28/11/2025
Heute!
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