Helios-Apotheke
07/07/2026
Was darf ich nach einem Bleaching essen?
Ein professionelles Bleaching kann die Zähne sichtbar aufhellen und dem Lächeln mehr Frische verleihen. Direkt nach der Behandlung sind die Zähne jedoch für kurze Zeit besonders aufnahmefähig für Farbstoffe. Deshalb empfehlen viele Zahnarztpraxen, in den ersten 24 bis 48 Stunden auf bestimmte Lebensmittel und Getränke zu achten. Oft spricht man in diesem Zusammenhang von der sogenannten „weißen Diät“.
Warum ist die Ernährung nach dem Bleaching wichtig?
Beim Bleaching werden Farbstoffe, die sich im Zahnschmelz und Dentin eingelagert haben, durch spezielle Bleichmittel aufgehellt. Nach der Behandlung kann die Zahnoberfläche vorübergehend empfindlicher sein. Außerdem können Farbpigmente aus Lebensmitteln leichter aufgenommen werden. Das bedeutet nicht, dass die Zähne dauerhaft „offen“ oder geschädigt sind. Es handelt sich vielmehr um eine kurze Phase, in der Zurückhaltung sinnvoll ist, um das Bleaching-Ergebnis möglichst lange zu erhalten.
Zusätzlich können saure Speisen und Getränke die Zähne nach dem Bleaching stärker reizen. Wer bereits empfindliche Zähne hat, sollte daher besonders vorsichtig sein.
Welche Lebensmittel sind nach dem Bleaching geeignet?
In den ersten ein bis zwei Tagen sind helle, wenig färbende und möglichst milde Lebensmittel eine gute Wahl. Geeignet sind zum Beispiel:
Reis, Nudeln oder Kartoffeln,
helles Brot oder Brötchen,
Naturjoghurt, Quark oder Milch,
Hähnchen, P**e oder heller Fisch,
Blumenkohl, geschälte Gurke oder helle Zucchini,
Bananen oder geschälte Äpfel,
Wasser oder Milch als Getränke.
Als einfache Faustregel gilt: Alles, was auf einem weißen T-Shirt Flecken hinterlassen würde, sollte direkt nach dem Bleaching besser gemieden werden.
Worauf sollte ich nach dem Bleaching verzichten?
Besonders kritisch sind stark färbende Lebensmittel und Getränke. Dazu gehören unter anderem Kaffee, schwarzer Tee, Rotwein, Cola, dunkle Säfte, Curry, Tomatensoße, Sojasoße, Beeren, Rote Bete und Schokolade. Auch Rauchen kann das Ergebnis beeinträchtigen, da Nikotin und Teer Verfärbungen begünstigen.
Säurehaltige Lebensmittel wie Zitrusfrüchte, Essig, Limonaden oder sehr saure Smoothies können die Zähne zusätzlich empfindlich machen. Deshalb ist es sinnvoll, diese Produkte zunächst zu vermeiden oder nur vorsichtig zu konsumieren.
Was tun bei empfindlichen Zähnen?
Leichte Empfindlichkeiten nach einem Bleaching sind nicht ungewöhnlich. Sie verschwinden meist nach kurzer Zeit von selbst. Hilfreich können fluoridhaltige Zahnpasta, spezielle Zahnpasta für schmerzempfindliche Zähne oder ein von der Zahnarztpraxis empfohlenes Gel sein. Sehr heiße oder sehr kalte Speisen und Getränke sollten vorübergehend gemieden werden.
Ab wann kann ich wieder normal essen?
In der Regel können Patientinnen und Patienten nach 24 bis 48 Stunden wieder zu ihrer normalen Ernährung zurückkehren. Trotzdem lohnt es sich, stark färbende Genussmittel wie Kaffee, Tee oder Rotwein bewusst zu konsumieren und anschließend Wasser zu trinken. Auch eine gute Mundhygiene und regelmäßige professionelle Zahnreinigungen helfen dabei, das Bleaching-Ergebnis länger zu bewahren.
Wer unsicher ist, welche Lebensmittel nach dem eigenen Bleaching geeignet sind, sollte direkt in der Zahnarztpraxis nachfragen. Dort erhalten Patientinnen und Patienten individuelle Empfehlungen, abgestimmt auf die Behandlung und die persönliche Zahnsituation.
Quelle: Staude GmbH, Oberhausen - www.staude.de
01/07/2026
Schutz vor Sonne & Falten
Der Sommer ist da! Die steigenden Temperaturen und vermehrte Sonneneinstrahlung stellen die Haut vor große Herausforderungen – in jedem Alter. Mit 65plus sogar noch mehr als in jungen Jahren. Worauf kommt es bei der Pflege reifer Sommerhaut besonders an? Wir verraten es Ihnen.
Tagescreme mit UV-Filter
Wird der Sommer eher heiter bis wolkig oder strahlend-schön? Warten wir es ab. Keine Überraschung sollte sein, dass Ihre Haut einen UV-Schutz braucht – und zwar immer, selbst bei bedecktem Himmel. Wolken können Sonnenstrahlen nun mal nicht aufhalten, auch wenn unsere Wahrnehmung anders sein mag. Mit einer guten Tagespflegecreme, die einen integrierten Lichtschutzfaktor (LSF) hat, liegen Sie also richtig. Denn reife Haut ist sonnenempfindlicher als eine Körperhülle, die noch jung ist. Warum ist das so?
Lichtschutzfaktor 50
Im Lauf des Lebens verändert sich die Haut. Zellen erneuern sich nicht mehr so schnell. Schützende Pigmente werden langsamer gebildet. Auch die Elastizität nimmt ab. Denn das Unterhautgewebe kann die Feuchtigkeit nicht mehr so gut speichern. Eine derart trockene Haut juckt und schuppt und kann sich gegen äußere Einflüsse immer schlechter wehren. So kommen viele Gründe zusammen, warum wir schneller einen Sonnenbrand bekommen, je älter wir werden. Die Gesichtspflege mit UV-Filter ist also an allen Tagen ein absolutes Muss.
Eine leichte Lotion reicht aber nicht aus, wenn der Sommerhimmel wolkenlos ist. Lichtschutzfaktor 50 sollte es sein. Lassen Sie sich in Ihrer Apotheke beraten, welches Produkt für Sie das richtige ist.
Anti-Aging-Pflege
Speziell für die reife Haut gibt es Anti-Aging-Sonnencremes für Gesicht und Körper. Sie schützen in erster Linie vor Sonnenbrand und Hautkrebs, haben aber zusätzliche Inhaltsstoffe, die auf die Bedürfnisse lebenserfahrener Haut abgestimmt sind. Zu den bekanntesten Anti-Falten-Wirkstoffen zählen Hyaluronsäure, Urea und Vitamin E.
Hyaluronsäure ist ein natürlicher Bestandteil der Haut und gibt ihr ein glattes, ebenmäßiges Äußeres. Im Alter geht die Hyaluronsäure-Produktion in der Haut zurück. Dieser Mangel steht vielen ins Gesicht geschrieben: trockene Hautpartien und Knitterfalten. Pflegeprodukte, die mit Hyaluronsäure angereichert sind, geben der Haut, was sie vor allem im Sommer braucht: Viel Feuchtigkeit! Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Haut wirkt entspannt und geglättet.
Urea, ebenfalls ein körpereigener Baustoff, ist dafür da, Feuchtigkeit in den Hautschichten zu halten. Im Alter lässt dieses Speichervermögen nach. Tages- und Sonnencremes, die Urea enthalten, sind besonders für die raue, rissige Haut geeignet, die zu Ekzemen und Pigmentstörungen neigt. Die Hautbarriere wird gestärkt und ist gegenüber äußeren Einflüssen besser gewappnet.
Vitamin E ist anders als Hyaluronsäure und Urea. Im Vergleich zu den anderen beiden Faltenkillern können wir Vitamin E nicht selbst bilden und müssen es dem Körper geben. Vitamin E auf der Haut ist purer Zellschutz. Es wirkt einer Austrocknung entgegen und soll die Faltenbildung reduzieren. Haut, die gut durchfeuchtet ist, bekommt nicht so schnell einen Sonnenbrand.
Sonnencremes mit hautstraffenden Wirkstoffen und einem hohen UV-Filter bieten Sonnenschutz und Hautglättung in einem. Sie lassen sich optimal mit einer LSF-Tagespflegecreme kombinieren. Fragen Sie nach einer geeigneten Pflegeserie in Ihrer Apotheke.
Quelle: S&D Verlag GmbH, Geldern - leserservice.sud-verlag.de
18/06/2026
Belastungsinkontinenz: Was hilft?
Ein kurzer Huster, ein kräftiges Lachen, Treppensteigen oder Sport – und plötzlich geht ungewollt Urin verloren. Viele Betroffene kennen diese Situation, sprechen aber aus Scham nicht darüber. Dabei ist die sogenannte Belastungsinkontinenz ein häufiges urologisches Thema und in vielen Fällen gut behandelbar.
Was ist Belastungsinkontinenz?
Bei einer Belastungsinkontinenz kommt es zu Urinverlust, wenn der Druck im Bauchraum steigt. Das passiert zum Beispiel beim Niesen, Husten, Lachen, Heben schwerer Gegenstände oder bei körperlicher Aktivität. Anders als bei der Dranginkontinenz steht meist kein plötzlich starker Harndrang im Vordergrund. Ursache ist häufig, dass der Verschlussmechanismus der Harnröhre und/oder die Beckenbodenmuskulatur dem Druck nicht ausreichend standhalten können.
Frauen sind besonders häufig betroffen, etwa nach Schwangerschaften, Geburten, hormonellen Veränderungen in den Wechseljahren oder bei einer Bindegewebsschwäche. Auch Männer können eine Belastungsinkontinenz entwickeln, zum Beispiel nach Eingriffen an der Prostata.
Typische Auslöser und Risikofaktoren
Belastungsinkontinenz kann durch verschiedene Faktoren begünstigt werden:
geschwächter Beckenboden,
Schwangerschaft und Geburt,
hormonelle Veränderungen,
Übergewicht,
chronischer Husten,
schwere körperliche Belastung,
Operationen im Beckenbereich oder an der Prostata.
Warum eine Abklärung sinnvoll ist
Auch wenn Belastungsinkontinenz häufig vorkommt, sollte sie nicht einfach hingenommen werden. In der urologischen Praxis kann geklärt werden, welche Form der Inkontinenz vorliegt und welche Behandlung sinnvoll ist. Dazu gehören in der Regel ein ausführliches Gespräch, eine körperliche Untersuchung, eine Urinuntersuchung und bei Bedarf weitere diagnostische Schritte.
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Die Therapie richtet sich nach Ursache und Ausprägung der Beschwerden. Häufig beginnt die Behandlung mit konservativen Maßnahmen. Dazu zählen gezieltes Beckenbodentraining, physiotherapeutische Anleitung, Gewichtsreduktion bei Übergewicht sowie Anpassungen im Alltag. Wichtig ist: Beckenbodentraining wirkt am besten, wenn es korrekt erlernt und regelmäßig durchgeführt wird.
Wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichen, können weitere Therapien infrage kommen. Dazu gehören je nach Befund Hilfsmittel, medikamentöse Ansätze oder operative Verfahren. Welche Möglichkeit geeignet ist, wird individuell besprochen.
Nicht abfinden – ansprechen lohnt sich
Belastungsinkontinenz ist kein persönliches Versagen und kein Thema, das man verschweigen muss. Wer Beschwerden frühzeitig anspricht, kann Lebensqualität zurückgewinnen und passende Unterstützung erhalten. Eine urologische Abklärung ist daher ein wichtiger erster Schritt.
Quelle: Staude GmbH, Oberhausen - www.staude.de
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