Dirk Raguse Training Coaching Beratung
23/03/2023
>>> 𝐖𝐞𝐢𝐭𝐞𝐫𝐛𝐢𝐥𝐝𝐮𝐧𝐠𝐬𝐭𝐡𝐞𝐦𝐞𝐧 𝐢𝐦 Ü𝐛𝐞𝐫𝐛𝐥𝐢𝐜𝐤: 𝐊𝐨𝐦𝐩𝐞𝐭𝐞𝐧𝐭 𝐦𝐢𝐭 𝐕𝐞𝐫ä𝐧𝐝𝐞𝐫𝐮𝐧𝐠𝐞𝐧 𝐮𝐦𝐠𝐞𝐡𝐞𝐧
Ungewollte Veränderungen können sich besonders unangenehm anfühlen, da wir sie nicht initiiert haben und meistens auch nicht darauf vorbereitet waren. Darunter fallen z.B. eine Kündigung, eine Trennung, oder auch Kontaktbeschränkungen zu Menschen im eigenen Umfeld während der Corona-Pandemie. In diesen Fällen ist es verständlich, wenn wir einen inneren Widerstand verspüren.
Es kann sich aber ebenso unbehaglich anfühlen, wenn wir eine Veränderung aktiv beschließen und selbstbestimmt umsetzen. Warum ist das so? Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und somit fühlt sich die eigene Komfortzone immer sicherer an als eine neue Situation – auch, wenn diese eventuell besser für uns ist.
Wie es gelingt, mit ungewollten und gewollten Veränderungen besser umzugehen, teilen wir Ihnen heute anhand einiger praktischer Tipps mit:
𝟔 𝐈𝐦𝐩𝐮𝐥𝐬𝐞, 𝐮𝐦 𝐞𝐢𝐧𝐞𝐫 𝐕𝐞𝐫ä𝐧𝐝𝐞𝐫𝐮𝐧𝐠 𝐩𝐨𝐬𝐢𝐭𝐢𝐯 𝐳𝐮 𝐛𝐞𝐠𝐞𝐠𝐧𝐞𝐧:
𝟏) 𝐆𝐞𝐟ü𝐡𝐥𝐞 𝐚𝐮𝐬𝐝𝐫ü𝐜𝐤𝐞𝐧
Vor allem, wenn Sie eine Veränderung überwältigt, aber auch bei allen anderen Emotionen, die mit der neuen Situation einhergehen, ist es wichtig, diese Gefühle zuzulassen. Nehmen Sie dieses Gefühl also bewusst wahr, achten Sie auf Ihre Körperreaktionen und benennen Sie Emotionen ganz neutral. Zum Beispiel: „Ich empfinde Verzweiflung/Wut/Trauer/Hilflosigkeit.“
Wenn Sie das Gefühl haben, dass sich viele Gefühle in Ihnen anstauen, suchen Sie ein zusätzliches Ventil dafür, um diese zu verarbeiten. Hier könnte geführtes Journaling, ein schneller Spaziergang oder ein Gespräch mit einer vertrauten Person hilfreich sein.
𝟐) 𝐀𝐤𝐳𝐞𝐩𝐭𝐚𝐧𝐳 𝐳𝐮𝐥𝐚𝐬𝐬𝐞𝐧
Wenn sich eine Veränderung bereits ereignet hat oder sie unausweichlich ist, dann ist es das Beste, sie einfach zu akzeptieren. Das bedeutet, die Situation so anzunehmen, wie sie ist und sie nicht zu bewerten. Seien Sie hier geduldig mit sich und geben Sie sich Zeit für diesen Akzeptanzprozess, denn manchmal braucht es eine Weile, bis wir eine Erfahrung annehmen können und integriert haben.
𝟑) 𝐒𝐭𝐫𝐞𝐬𝐬𝐥𝐞𝐯𝐞𝐥 𝐚𝐮𝐬𝐛𝐚𝐥𝐚𝐧𝐜𝐢𝐞𝐫𝐞𝐧
Eine Veränderung kann sich so anfühlen, als würden wir unvorbereitet in eiskaltes Wasser springen. Sie bedeutet ein hohes Stresslevel – psychisch, emotional und körperlich. Der ausgelöste Stress erschwert es uns, die Situation zu verarbeiten. Daher ist es wichtig, diesen Stress wieder abzubauen.
𝐓𝐢𝐩𝐩:
Besonders effektiv hierbei sind Sport (wie z.B. Laufen oder Fahrrad fahren) und Achtsamkeitsübungen (wie z.B. Meditation oder Atemübungen). Bei beiden Methoden wird die Ausschüttung von Stresshormonen reduziert und der Parasympathikus (=Ruhenerv) aktiviert.
𝟒) 𝐒𝐞𝐥𝐟𝐜𝐚𝐫𝐞
Dieser Tipp knüpft an den vorherigen an, denn natürlich sind Bewegung und Achtsamkeit Dinge, mit denen man sich etwas Gutes tut. Aber hierbei geht es noch einen Schritt weiter. Wenn wir eine (vor allem ungewollte oder sehr herausfordernde) Veränderung erleben, können wir uns im ersten Moment verletzlich fühlen. Daher sollten Sie sich in dieser Zeit, so gut wie möglich, unterstützen mit allem, was Ihnen mental und emotional guttut.
𝐓𝐢𝐩𝐩:
Hier können vor allem Rituale helfen, die Sie beruhigen (wie z.B. die Verwendung ausgleichender Düfte wie Lavendel oder Sandelholz als tragbares Öl oder auch Badezusatz).
𝟓) 𝐌𝐚𝐥 𝐥𝐚𝐜𝐡𝐞𝐧
Es kann Situationen geben, die so überwältigend und überraschend für uns sind, dass sie sich im ersten Moment wie ein Schock anfühlen - aber im zweiten Moment schon fast unseren (Galgen-) Humor aktivieren und dazu führen, dass wir darüber lachen können. Und dies bewirkt gleich zwei positive Aspekte: Zum einen lässt uns das Darüber-Lachen eine Art Vogel-Perspektive einnehmen und Abstand zu den Ereignissen gewinnen und zum anderen reduziert Lachen ebenfalls die Stresshormone in unserem Körper.
𝟔) 𝐂𝐡𝐚𝐧𝐜𝐞 𝐞𝐫𝐤𝐞𝐧𝐧𝐞𝐧
Es ist vielleicht nicht immer sofort möglich, aber mit der Zeit kannst Du in der eingetretenen Veränderung eventuell auch eine Chance erkennen. Und wenn man den Blick dafür öffnet, lässt sich in nahezu jeder Situation etwas Positives entdecken. Wenn es eine tiefgreifendere Erfahrung war, wie eine Trennung oder eine Kündigung, kann sich dadurch gegebenenfalls ein Neuanfang ergeben. Aber auch kleinere Veränderungen können dazu führen, dass wir uns selbst mehr verstehen, etwas gelernt oder erkannt haben oder auch einfach nur um eine Erfahrung reicher sind.
𝐓𝐢𝐩𝐩:
Fragen Sie sich: Welche neuen Möglichkeiten und Perspektiven eröffnen sich für mich? Was habe ich über mich erfahren oder erkannt? Was habe ich gelernt?
Eins ist wohl sicher: Die einzige Konstante ist die Veränderung. Es werden sich also immer wieder Veränderungen in unserem Leben ereignen. Zum Glück haben wir es in der Hand, wie wir damit umgehen.
Welcher Tipp lässt Sie mit mehr Gelassenheit auf eine bevorstehende Veränderung blicken?
Teilen Sie uns dies gern mit uns in den Kommentaren!
28/02/2023
𝐂𝐎𝐀𝐂𝐇𝐈𝐍𝐆-𝐓𝐎𝐎𝐋 #𝟒𝟐: 𝐒𝐓𝐔𝐅𝐄𝐍 𝐃𝐄𝐑 𝐕𝐄𝐑Ä𝐍𝐃𝐄𝐑𝐔𝐍𝐆
Das transtheoretische Modell gibt eine Übersicht über den Prozess von Verhaltensveränderungen. Es kann zu einem verbesserten Verständnis von Verhaltensveränderungen führen, um - darauf basierend - konkrete Coaching-Interventionen für die einzelnen Phasen zu planen. Mit diesen Handlungsempfehlungen/-strategien ist es möglich, erforderliche Verhaltensänderungen Stufe für Stufe zu bewirken.
𝐙𝐢𝐞𝐥:
die intentionale Veränderung von Verhalten, Verdeutlichung des Prozesses einer Verhaltensveränderung
𝐀𝐧𝐰𝐞𝐧𝐝𝐮𝐧𝐠:
vor allem bei gesundheitsbezogenen Verhaltensveränderungen (z.B. Ernährungsumstellung, Sport, gesunde Gewohnheiten)
𝐕𝐨𝐫𝐠𝐞𝐡𝐞𝐧:
In den einzelnen Modellphasen kommen bestimmte Coaching-Strategien zum Einsatz:
𝐃𝐞𝐫 𝐀𝐛𝐥𝐚𝐮𝐟 𝐞𝐫𝐟𝐨𝐥𝐠𝐭 𝐢𝐧 𝟔 𝐒𝐜𝐡𝐫𝐢𝐭𝐭𝐞𝐧:
1) Absichtslosigkeit: kein Bestreben, das problematische Verhalten zu ändern | Fokussierung auf den Ist-Zustand und die entstehenden Schwierigkeiten
2) Absichtsbildung: Absicht, das Verhalten irgendwann zu ändern | Identifikation ggf. gegensätzlicher Motive und Blockaden
3) Vorbereitung: konkrete Planung, das Verhalten zu ändern sowie Zielformulierung und -planung
4) Handlung: Angestrebte Verhaltensänderungen werden erreicht durch konkrete Umsetzung der geplanten Coaching-Strategien
5) Aufrechterhaltung: die positiven Verhaltensänderungen bleibt bestehen, das heißt werden für längere Zeit umgesetzt | Überprüfen der Wirksamkeit der eingesetzten Coaching-Interventionen
6) Abschluss: das neue Verhalten wird in das eigene Selbstkonzept integriert | Wertschätzung des Erreichten
Findest Du dieses Modell hilfreich, um eigene Veränderungsprozesse zu verstehen und umzusetzen?
Foto: Canva
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