Katharina Rink

Katharina Rink

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11/10/2020

So ein wundervolles Sonntagsprojekt für Judith und Rick.
Tattooringe, weil die echten im Berufsalltag nicht getragen werden können.

Ich danke euch beiden von Herzen für euer Vertrauen und diesen wunderschönen Sonntag ✨

Photos from Katharina Rink's post 08/10/2020

„Was, wenn das hier niemanden interessiert?“
„Was, wenn das alles nicht reicht?“
„Das sind doch noch nicht mal annähernd genug Wanna Do‘s um einen Post zu erstellen...“
„Dafür hab ich auch viel zu lang gebraucht“
„Nicht groß genug“
„Nicht ausgefallen genug“
„Vielleicht noch nicht mal „Ich“ genug?“
„Pathetisch“
„Affig“
„Winzig“
„Kannst’s auch gleich ganz bleiben lassen“

Ich glaube, die allermeisten „WannaDo-Posts“ starten irgendwie anders.
Und um ehrlich zu sein kämpft jede Faser meines Körpers dagegen, diesen Post genau so, zu veröffentlichen, wie er ist.
Warum?
Weil er mich verwundbar macht.
Weil er mich menschlich macht.
Weil er offen legt, wie viele unsichere Gedanken mir tagtäglich bei dem, was ich hier treibe, durch den Kopf gehen.
Weil ich zu viel Scham empfinde um mir einzugestehen, wie sehr ich mich immer noch an meinem Perfektionismus festklammere.
Obwohl ich seit Jahren versuche, ihn abzuwerfen.
Weil ich Scham empfinde, weil ich weiß, dass die Monster nur in meinem Kopf existieren.
Weil ich weiß, dass jeder um mich herum das schon lange vor mir sieht.
Und ich sie dennoch nicht loswerde.

Ich schreibe das hier nicht, weil ich Mitleid erwecken, sondern weil ich zu ein klein wenig mehr Menschlichkeit inspirieren möchte.
Ich schreibe das, nicht obwohl, sondern weil ich Angst davor habe, mich und meine Gedanken so offen zu legen.
Weil ich glaube, dass wahre Verbundenheit nur so entstehen kann.
Weil sich Tätowieren zu lassen unfassbar großes Vertrauen erfordert.
Und ich davon gern etwas zurückgeben möchte.
Also vertraue ich euch meine Gedanken und meine Menschlichkeit an.
Weil Vertrauen nichts anderes ist,
als hinzusehen und sich von anderen Menschen sehen zu lassen.
Ich sehe euch.
Und danke euch.

Und möchte euch wissen lassen, dass ich diese drei Wanna Do’s von Herzen gern drei lieben Menschen unter die Haut setzen möchte
Wenn ihr Interesse an einem von ihnen habt, schreibt mir liebend gern eine DM und wir finden zusammen einen Termin dafür 🌱

19/09/2020

Am Anfang jeden Jahres, in einem sehr unscheinbaren Moment, fühle ich in mich hinein und finde dort ein Wort, dem ich mein kommendes Jahr widmen möchte:
„Wholehearted“
Aus ganzem Herzen...
Und ich glaube, dieses Jahr macht einen verboten guten Job darin, mich genau diesem Wort näherzubringen.

Heute ist ein Samstagabend, an dem absolut nichts mehr passieren muss und gleichzeitig noch alles möglich ist.
Genau dieses Gefühl der Ruhe hatte ich in allem Trubel der letzten Wochen schleichend mehr und mehr vergessen.
Es musste ständig noch irgendetwas passieren, bevor ich mich guten Gewissens für Ruhe entscheiden konnte…
So lange, bis ich mich für eine Weile für nichts anderes mehr entscheiden konnte.

Ich glaube, ich habe meiner Ruhe nie wirklich vertraut, denn irgendwo auf dem Weg habe ich gelernt, dass Ruhe erst gefährlich verführerisch und irgendwann klebrig zäh wird.
Dass zwischen allen To-Do‘s keine Zeit für langatmige Ruhe sein darf.
Und, dass in einer Ruhepause kein Platz für frische Ideen oder gar freudig aufgeregtes Werkeln sein darf.
Dass mein Leben nur in diesen Extremen existieren kann.
Und genau so war es auch, denn genau das habe ich über mein Leben geglaubt.
Es ist manchmal verrückt, was wir uns über das Leben erzählen und wie das dann alles weitere bestimmt...

Ich habe am Anfang des Jahres nicht verstanden, warum ausgerechnet „wholehearted“ mein Wort für dieses Jahr sein sollte.
Ich dachte, ich lebe dieses Leben schon längst.
Heute danke ich der Frau, vom Anfang des Jahres war, dass sie ihrem Wort vertraut hat.
Ich vertraue ihm weiter, denn bis dorthin warten noch so viele Etappen auf mich.
Ich weiß, warum dieses Wort mein Wort ist.
Und bin gerade dabei, mir und meinem Herzen dieses aufregend neue Spiel beizubringen:
Gefühle zu integrieren, von denen ich glaubte, dass sie nie nebeneinander existieren könnten.
Und so auch hektisches Treiben und Werkeln mit gleichmäßig ruhiger Besonnenheit,
Glückselige Ruhe mit aufgeregter Euphorie zu kombinieren.

Ich danke diesem verückten Jahr für all die Lektionen, die es mir schon beigebracht hast.
Ich kann kaum erwarten, was es mir noch über mich und mein Leben verraten möchte.
🌱

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