Media Smart e. V.

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11/06/2026

⚽📲WM-Fieber auf TikTok!

Die Fußball-WM kann man nicht mehr nur im Fernsehen verfolgen, sondern auch in den sozialen Medien, vor allem auf TikTok. Die Plattform kooperiert offiziell mit der FIFA, der Organisation hinter dem Fußballgroßereignis.

💡Was bedeutet das konkret?

Auf TikTok gibt es einen eigenen WM-Hub, in dem Spielinfos, Clips, Sticker, Filter und Gamification-Elementen gebündelt werden. Ausgewählte Influencer:innen geben zudem exklusive Einblicke hinter die Kulissen und produzieren eigene WM-Inhalte.

💡Was sollte dabei beachtet werden?

Die Grenzen zwischen Information, Werbung & Meinung können verschwimmen. Nicht immer ist Werbung oder Sponsoring klar erkennbar.

Der Algorithmus fördert stark emotionalisierte und polarisierende Inhalte, etwa bei Niederlagen, Skandalen & Schiedsrichter-Entscheidungen.

❗Gerade deshalb, kann die WM kann ein guter Anlass sein, um mit Kindern über Social Media, Werbung und Gefühle im Sport zu sprechen.

Quelle:
sportsbusiness (2026): FIFA und TikTok vereinbaren erweiterte Zusammenarbeit zur WM 2026
onlinemarketing.de (2026): FIFA setzt für WM 2026 auf TikTok - Disney folgt dem Kurzvideo-Trend

Photos from Media Smart e. V.'s post 01/06/2026

👭KI als beste Freund:in?!

🤖Viele Kinder und Jugendliche nutzen verschiedene Character-Bots, wie Character.AI, Talkie und FlowGPT. Sie chatten dort mit eigenen oder vorgefertigten Chat-Bots, die echte Personen simulieren sollen.

🤔Doch wie sicher sind diese Angebote eigentlich?

❗Der .net Report zu Charakter-Bots zeigt, Kinder und Jugendliche sind bei der Nutzung nicht ausreichend geschützt. In Tests kam es unter anderem zu problematischen Interaktionen, uneinheitlichen Schutzmechanismen und leicht umgehbaren Altersbeschränkungen.

Plattformen wie Character.AI, Talkie oder Chub AI machen deutlich, wie offen und vielfältig dieser Markt ist. Genau das stellt den Jugendmedienschutz vor große Herausforderungen.

✅Es braucht wirksame Schutzkonzepte, klare Regeln und pädagogische Begleitung.

Quellen:
jugendschut.net (2026): Report: Charakter-Bots

Photos from Media Smart e. V.'s post 11/05/2026

🍕Keine Werbung mehr für Pommes, Pizza & Co.

🚫Nach Großbritannien ziehen jetzt auch die Niederlanden nach: Seit Februar 2026 ist Lebensmittelwerbung, die sich an Kinder unter 13 Jahren richtet, dort komplett verboten.

Für 13- bis 16-Jährige gilt: Die beworbenen Produkte müssen bestimmte Nährwertkriterien erfüllen.

Das Verbot gilt für Offline- und Online Medien. Außerdem darf entsprechende Werbung nicht in der Nähe von Schulen und Kitas platziert werden.

❗Warum kann das sinnvoll sein?
Kinder können Werbebotschaften oft noch nicht so gut einordnen wie Erwachsene. Bunte Verpackungen, Influencer*innen, Gewinnspiele oder besonders emotionale Werbesports wirken auf sie häufig stärker.

Ob solche Verbote langfristig wirken, lässt sich aktuell nicht genau sagen. Studien aus Chile zeigen, es werden weniger ungesunde Lebensmittel gekauft. Der BMI der Kinder- und Jugendlichen hat sich aber nicht verringert.

💡Werbeverbote ersetzen Werbekompetenz nicht!
Kinder brauchen Aufklärung und Erwachsene, die mit ihnen über Werbung sprechen.

Quellen:
Jugendhilfeportal (2026): Niederländische Lebensmittelbranche verzichtet auf Werbung für Kinder
WHO (2023): Reduzierung des Alkoholkonsums nach nordischem Vorbild: Alkoholmonoploe, Werbeverbote und höhere Steuern
Quarks (2026): Alkohol, Tabak und Zucker: Was bringen Werbeverbote?
Regionalupdate (2026): Niederländische Lebensmittelbranche stoppt Kinderwerbung

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