Stimmsinn
Ich kenne Menschen, die jeden einzelnen, an der Stimmgebung beteiligten, Muskel mit lateinischem Namen kennen und sich trotzdem ständig fragen: „Wie klingt eigentlich MEINE Stimme?“
Ich kenne Menschen, die predigen ständig die Wichtigkeit von wissenschaftlich fundiertem Gesangsunterricht und fühlen sich gleichzeitig beim Singen total unfrei.
Ich kenne Sänger:innen, die an Musikhochschulen studiert haben und sich dennoch nicht trauen, einen einfach Vierzeiler vor einer Gruppe zu singen oder darüber zu improvisieren, aus Angst sich zu blamieren.
Ich bin die Letzte, die nicht dafür wäre, Neues zu lernen. Sich zu verbessern, neue Skills zu erwerben, über sich hinauszuwachsen.
Aber bitte Skills, die der Lebendigkeit dienen.
Der Freiheit.
Der Freude.
Ich bin keinem Stimmkunststück abgeneigt.
Dazu bin ich viel zu neugierig.
Aber wenn wir uns immer nur zwischen „richtig und falsch“ bewegen, kommen wir in Teufelsküche. Die fixe Idee, Freiheit käme automatisch mit den wachsenden Fähigkeiten, erzeugt nur Druck.
Und Druck verhindert Freiheit.
Wo steht eigentlich, dass Höchstleistung und spielerische Neugier sich ausschließen?
Je mehr wir wissen, wie es „richtig“ geht, desto mehr Angst haben wir, etwas falsch zu machen und somit zu scheitern.
Da beißt sich die Katze der Freiheit in den Schwanz.
Wir brauchen eine andere innere Haltung beim Singen.
Eine, die Raum lässt zum Atmen und Forschen im eigenen Tempo.
Eine, die weggeht von höher, schneller, weiter.
Hin zu tief, erfüllt, sinn-voll.
Und ja, ich gebe am 12.07. einen Online-Workshop rund um „geschmeidige Registerübergänge und mehr Klangvolumen in allen Lagen“.
Das steht drauf.
Aber drin ist eigentlich Freiheit und Loslassen.
Würde mit dem Titel aber keiner buchen.
Hat meine Social Media Beraterin gesagt 😜
Willkommen bei !
Schön, dass du da bist.
Wenn die Stimme kiekst und kracht, denken die meisten Menschen, sie bräuchten mehr Kontrolle.
Das Gegenteil ist der Fall. Meist ist zu viel Kontrolle der Grund, warum die Stimme bricht und ein starker klanglicher Unterschied zwischen unten und oben hörbar ist.
Grobe Muskelspannung an den falschen Stellen bringt dich in Teufelsküche und sorgen für Frust.
Meine erste Gesangslehrerin hat mal auf meine Frage: „Soll ich das jetzt in der Kopfstimme oder mit der Bruststimme singen?“ gesagt: „Sing doch einfach mit deiner Stimme!“
Ich wäre ihr am liebsten ins Gesicht gesprungen, denn genau das war ja das Problem.
Erst nach und nach habe ich verstanden, dass die Brüche in meiner Stimme mit mangelnder Koordination zu tun haben, die so fein ist, dass ich sie mit bewusster Steuerung nicht machen kann.
Zuallererst brauchte es LOSLASSEN.
Ahhhh!!! Unangenehm!!! Gefährlich!!!
Und gleichzeitig sehr befreiend.
26 Jahre später kann ich über den Spruch meiner Lehrerin schmunzeln, weil ich weiß, sie hatte recht. Meine Stimme kann alle Farben und weiß genau was es braucht, damit es easy geht. Mein Aufgabe ist es, Bedingungen zu schaffen, damit Stimme und Körper sich perfekt koordinieren können.
Egal in welchem Genre, egal in welcher Tonlage.
In meinem Mini-Workshop „Läuft wie geschmiert!“ zeige ich dir, wie du loslassen kannst und deiner Stimme dadurch ermöglichst, sich selbst zu ordnen.
Adé Kieksen, welcome Geschmeidigkeit!
Hier geht's zu den Infos:
https://kurse.stimmsinn.de/produkt/laeuft-wie-geschmiert/
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