korientation e.V.
Feiert mit uns das 1-jährige Jubiläum vom Sammelband "raumnehmen. Menschen aus asiatisch-diasporischen Communitys in Deutschland erzählen"! 📝📘
Letztes Jahr gab es auf der Leipziger Buchmesse das Panel "Vom Unsichtbarsein zur Community" des Forums Offene Gesellschaft zu unserem
Sammelband "raumnehmen". Vier der 55 Autor*innen haben dabei u.a. erörtert, was es für sie bedeutet, Raum einzunehmen und auch welche
Hürden oder Geschenke das Leben zwischen zwei oder mehreren Kulturen mit sich bringt. 🌎🌠
In diesem Ausschnitt spricht Maike Siu-Wuan 晓云 Storf. Maike hat den Text "Woher ich komme, soweit ich mich erinnern kann" veröffentlicht.
Zu Maike Siu-Wuan 晓云 Storf "Ich bin Maike Siu-Wuan 晓云 und 2021 habe ich mit diesem Text tatsächlich zum ersten Mal versucht, meine Gefühle und Gedanken über meine migrantische Identität in Sprache zu setzen. Kurz danach fand das erste Treffen vom ZhongDe Magazin statt und ich habe noch mehr Texte über das Zwischen-den-Welten-Wandern meiner Familie geschrieben. Ihr könnt mich zwischen den Worten finden. Schreiben hilft mir, mich zu sortieren, mich
zu erinnern, mich zu verorten und auch weniger allein zu sein."
12/05/2026
⚠️ CN: Rassismus, Mord, Femizid, Vergewaltigung, Polizeigewalt
Am 11.05.2016, wurde die in Dessau studierende
chinesische Studentin Lǐ Yángjié brutal gequält, vergewaltigt und ermordet. Sie kam aus der Provinz Henan nach Deutschland, um Architektur
zu studieren.
Ihr Mord war ein grausames Verbrechen, auf das weitere innerhalb von Politik, Polizei und Justiz folgten: Der Stiefvater des Täters war zu dieser Zeit Revierleiter der Dessauer Polizei und Kommunalpolitiker. Seine Mutter war Polizistin – und Teil des Ermittlungsteams gegen ihren
eigenen Sohn. Sie nutzte diese Position aktiv, um ihm zu raten, wie er sich bei ihren Kolleg*innen verhalten sollte. Der Staatsanwalt verbreitete öffentlich die Version des Täters vom einvernehmlichen S*x zu dritt – obwohl Indizien dagegen sprachen. Polizei und Justiz, die Lǐ Yángjié hätten schützen und ihr Gerechtigkeit hätten verschaffen sollen, handelten stattdessen auch noch nach ihrem Mord aktiv zu ihrem Schaden und schützten die Täter*innen. Dadurch wurde Lǐ Yángjié zusätzlich Opfer von
Polizeigewalt.
Lǐ Yángjié verdient mehr als Erinnerung. Sie verdient Gerechtigkeit und Würde! Wir gedenken heute mit schweren und wütendem Herzen ihren Tod durch diesen grausamen rassistischen S*xualmord.
Gedenken heißt Kämpfen! Wir gedenken Lǐ Yángjié.
📷 Foto: RTLZWEI
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