THERAPIEexperte
05/02/2026
🗣 Sprachentwicklungsstörungen neu gedacht - und warum das wichtig ist
SEV, SES, SSES – viele Fachbegriffe, die lange die sprachtherapeutische Diagnostik geprägt haben.
Doch fachlich sind diese Unterscheidungen heute nicht mehr zeitgemäß.
📘 Mit der Einführung der ICD-11 wurden sie unter einem gemeinsamen Begriff zusammengefasst:
Sprachentwicklungsstörung (international: Developmental Language Disorder – DLD).
❓ Warum dieser Wandel?
Studien zeigen:
🔹 Frühe sprachliche Auffälligkeiten lassen sich nicht sicher in „harmlos“ oder „störungswertig“ einteilen
🔹 Auch leichte Verzögerungen können langfristige Auswirkungen auf Lernen, Lesen, Schreiben und soziale Teilhabe haben
🔹 Sprachstörungen treten fast nie isoliert auf – klare Ausschlusskriterien sind in der Praxis kaum haltbar
➡️ Der Fokus verschiebt sich weg von starren Kategorien
hin zur individuellen funktionalen Beeinträchtigung des Kindes.
👧🧒 Für Logopädie, Frühförderung, Kita & Schule bedeutet das:
• Entscheidungen orientieren sich am Schweregrad
• am individuellen Sprachprofil
• und an den Auswirkungen auf Alltag und Teilhabe
🎯 Ziel ist es, früher zu fördern statt abzuwarten - differenziert, individuell und ressourcenorientiert.
✨ Kurz gesagt: Nicht der Begriff ist entscheidend, sondern das Kind und sein Förderbedarf.
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🎧 Hier findest du unsere neuste Episode und noch mehr Einblicke in das Thema: https://therapieexperte.de/episode151/
🎙 Podcastfolge: Phagifit: Wie sehr verändert eine App die Arbeit mit Dysphagie Patient:innen?
👉 Wie schön wäre es, wenn man alle Übungsmaterialien für Patient:innen immer als Video mit Erklärungen griffbereit hat und in den Therapien gezielt nach und nach freischalten könnte. Auch wenn dies für viele noch utopisch klingt – sind genau solche Angebote bereits Realität und erhalten immer mehr Aufmerksamkeit.
🗣️ "Das war auch im Rahmen der Entwicklung immer [...] der Hauptansatzpunkt, dass wir eben ein Tool schaffen wollten, was die PatientInnen integriert in die Behandlung und eben aktiv [...] und dadurch auch selbstwirksam werden lässt." - Nora Eiermann
Gemeinsam mit Nora Eiermann, Sprachtherapeutin und Gründerin von Phagifit – einer genau solchen App für den Bereich Dysphagie - gehen wir dem Potenzial und den Hürden solcher Apps auf den Grund - sprechen darüber wie sie die Eigenverantwortung und Adhärenz in der Therapie beeinflussen und fragen, wie sie es geschafft hat ihre Vision umzusetzen.
🎧 Jetzt reinhören: Du kannst die Folge auf allen gängigen Podcast-Plattformen anhören oder direkt über diesen Link: https://therapieexperte.de/episode150.
👂 Deine Meinung zählt! Hast du Fragen oder einen Fall, den wir besprechen sollen? Wir freuen uns auf deine Ideen! Teile uns deine Wünsche mit: www.therapieexperte.de/themenwunsch
👥 Credits:
Expert:in: Nora Eiermann, Sprachtherapeutin und Klinische Linguistin, Gründerin von phagifit
Jingle: Paul Thamm
Intro & Outro: Sven Nawra
Schnitt & Design: Maria Wolff
18/01/2026
📲 Warum Therapie-Apps bei Schluckstörungen helfen können
🫦Therapie-Apps können auch bei Schluckstörungen (Dysphagien) sinnvoll sein, weil sie bestehende Therapien ergänzen und bestimmte Herausforderungen der klassischen Versorgung adressieren:
📊 Erhöhung der Übungsfrequenz und -qualität:
Menschen mit Dysphagie profitieren von häufiger und regelmäßiger Wiederholung. Nur die wenigen wöchentlichen Präsenztherapie-Termine reichen nicht. Apps können strukturierte Übungsvideos oder Erinnerungen anbieten, sodass Patient:innen zuhause gezielter und motivierter trainieren können und ihnen zeigen wieviel Einfluss sie auf ihre Erfolge haben.
👀 Visuelle Anleitung und Sicherheit:
Therapie-Apps bieten oft visuelle Anleitungen, die die Durchführung der Übungen verständlicher machen als rein schriftliche Aufgaben oder das Üben aus dem Gedächtnis. Das kann gerade bei den für Patient:innen motorisch anspruchsvollen Schluckübungen wichtig sein.
🦸♀️ Motivations- und Selbstwirksamkeitssteigerung:
Digitale Erinnerungen, Fortschrittsanzeigen oder interaktive Elemente können die Motivation und Selbstwirksamkeit stärken – beides Faktoren, die für den Langzeiterfolg und die Adhärenz in der Therapie.
🚑 Versorgungslücken schließen:
In Regionen mit Fachkräftemangel oder langen Wartezeiten ermöglichen Apps, dass Patient:innen auch über längere Intervalle zwischen Präsenzterminen sinnvoll weitertrainieren oder Wartezeiten überbrücken können.
☝️ Wichtig ist jedoch: Diese Apps ersetzen nicht die professionelle Therapie, sondern dienen als Ergänzung zur leitliniengerechten logopädischen oder sprachtherapeutischen Behandlung.
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🎧 Hier findest du unsere neuste Episode und noch mehr Einblicke in das Thema: https://therapieexperte.de/episode150/
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