Computerservice Luzern

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14/05/2017

Seit Freitag ist das Thema des so genannten "WannaCry"-Kryptotrojaners in aller Munde. Da die Medienberichte zu diesem Thema zu einem grossen Teil ziemlich konfus und mit Halbwahrheiten gespickt sind, dürfte es dem durchschnittlichen Anwender schwerfallen, daraus zielführenden Informationen zu entnehmen. Im Folgenden daher einige Fakten:

1. Diese Art von Schädling, welcher Nutzerdaten (Dokumente, Fotos, ...) auf dem Computer verschlüsselt und für die Entschlüsselung eine Lösegeldzahlung fordert ist alles andere als neu. Sie geistert seit Jahren herum und infiziert unvorsichtige Nutzer.

2. Auch die Art und Weise wie der aktuelle Schädling auf den Computer eines einzelnen Privatanwenders gelangt bzw. wie die Erstinfektion in einem Firmennetzwerk stattfindet ist nicht neu. Dies passiert nicht aufgrund einer Sicherheitslücke in Windows, sondern weil ein unvorsichtiger Nutzer beispielsweise einen verseuchten E-Mail-Anhang öffnet.

3. Neu ist einzig, dass der Schädling, wenn er erst einmal den ersten Computer im Netzwerk infiziert hat (siehe 2.), sich anschliessend ohne weiteres Zutun der Nutzer auf weitere Geräte innerhalb des selben (Firmen-) Netzwerks verbreiten kann. Erst hier kommt diese Sicherheitslücke ins Spiel, von der immer die Rede ist.

4. Von dieser Sicherheitslücke betroffen sind allerdings nur Computer, die entweder noch immer das stark veraltete Windows XP nutzen (wovon bekanntlich spätestens seit April 2014 abzuraten ist) oder die seit mehreren Wochen keine Updates durchgeführt haben (namentlich Computer mit deaktiviertem oder defektem Auto-Update).

5. Für Sie als Nutzer bedeutet das:

a) Angemessene Vorsicht im Umgang mit E-Mail-Anhängen und Internetdownloads walten lassen (also genau so, wie schon seit eh und je!)

b) Sicherstellen, dass Ihr Betriebssystem die automatischen Updates durchführen kann (ebenfalls so, wie schon seit eh und je!)

c) Eine Datensicherungsstrategie umsetzen (auch das nichts neues.)

d) Wichtig sind die oben genannten Punkt a - c und NICHT das blinde Vertrauen auf so genannte Virenscanner und Sicherheitssoftware. Diese schützen Sie oft nur unzureichend.

FAZIT: Der aktuell in den Medien gehypte aber unzureichend erklärte Schadsoftware-Angriff ist weder etwas grundsätzlich neues noch erfordert er andere Sicherheits- und Vorsichtsmassnahmen als bisher.
Für Privatwanwender und KMU mit aktuellen und geupdateten Windows-Versionen ändert sich im Grunde gar nichts.
Wichtig ist einfach, dass die bereits vielen Jahren von uns propagierten Massnahmen auch tatsächlich umgesetzt werden.
Einzig für Firmen/Institutionen die ihrem Netzwerk stark veraltete Windows-Versionen (XP) oder nicht geupdatete Windows-Systeme einsetzen, besteht ein zusätzliches Risiko.

Bei weiteren Fragen beraten wir Sie gerne.

Computerservice Luzern 21/04/2017

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