TuS Knacker

TuS Knacker

Teilen

18/06/2019

+++ Knicker aktuell +++

Das Wunder von Göttingen!!!

Am vergangenen Mittwoch stand der sechste Spieltag der Uni-Liga Göttingen an. Und damit auch die ersten beiden KO-Spiele.

Im ersten Spiel des Tages traf man auf das Team von Energie Kopfnuss. Die unchristliche Anpfiffzeit von 14:03 Uhr, Kateranfälle vom DIES, sowie das Fan-Vorbereitungsschminken für das spätere Spiel der deutschen Frauen sorgten dafür, dass die Knacker nur mit einem reduzierten Kader antreten konnten. Doch wie in dieser Saison schon öfter gezeigt wurde, ist weniger manchmal mehr. Bestes Beispiel: die Käse-Theorie. Weniger Käse=weniger Löcher. Weniger Löcher=mehr Käse. Ergo weniger Käse=mehr Käse. Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an Prof. Dr. Dr. F. Sohns, der ein ganzes Jahr am CERN verbracht hat, nur um sich durch alle französischen und schweizer Käsesorten durchzuprobieren. Die Knicker-Redaktion kennt sich leider nur mit geschmolzenem Käse auf Pizzen aus, daher nun zurück zum Fußball. Und dieses Spiel sollte von den Knackern seriös wie immer angenommen werden. Wodurch man natürlich auch standesgemäß erst einmal den Anfang verschlief und mit 0:1 in Rückstand geriet. Doch nur ein kurzes Schütteln und ein paar wunderbare Kombinationen später konnte man durch J. Loermann den Ausgleich erzielen. Nun begann der große Tag des E. Reuter. Der Chancenwucher der Knacker konnte wie schon so oft nicht zur Genüge ausgenutzt werden, jedoch reichte es, dass E. Reuter genau richtig stand und zum 2:1 traf. Aufgrund der mangelnden Wechselmöglichkeiten, M. Pham war bereits fünf mal auf das Feld und wieder runter gelaufen, musste E. Reuter sich seine Lunge aus dem Halse laufen, was sich auszahlen sollte. Die Blaue Meute wollte vor Angst vor einem Herzinfakt bereits den Mannschaftsarzt mit einer kalten Flasche Berliner Luft herbeirufen. Der Name Berlin weckte bei E. Reuter beim Gedanken an sein Herzensteam, das drittbeste Team aus Berlin, die Hertha, seine letzten Reserven und er netzte zum vorentscheidenden 3:1. Ein letztes Aufbäumen der Gegner führte kurz vor dem Ende zu einem erneuten Gegentor, jedoch erfolgte Sekunden später der Abpfiff, sodass die Knacker mit 3:2 in das Achtelfinale einzogen.

Und dieses Achtelfinale sollte es in sich haben. Gegner war Mahatma Gönndir, ein aus vergangenen Spielzeiten bekannter Gegner und souveräner Erstplatzierter in der Vorrunde. Die Knacker gingen mit dem nötigen Respekt, aber auch entsprechender Bissigkeit in das zweite Spiel des Tages. Dies sollte auch direkt belohnt werden, die Knacker gingen früh durch T. Middendorf in Führung. Doch nun drehte GönnDir auf. Ein ums andere Mal kombinierten sie sich vor das Tor der Knacker, ließen Verteidigern und Keeper keine Chance und nutzten ihre eigenen so effektiv, dass es nur so klingelte. Ganze fünf Mal durfte der Ball aus dem Netz geholt werden, was einen Pausenrückstand von 1:5 zur Folge hatte. Während die Knacker versuchten, diese erste Hälfte zu verarbeiten, spürte man plötzlich einzelne Tropfen auf der Kopfhaut. Der Blick wanderte gen Himmel und da war er, der prasselnde und immer stärker werdende Regen, allen Fußballern besser bekannt als Fritz Walter-Wetter. Sollte hier etwa doch noch etwas gehen? Die Knacker schworen sich ein, untergehen wollte man nicht! Und so begann die zweite Hälfte wie schon die Erste, ein schneller Angriff überraschte GönnDir und E. Reuter konnte das zweite Tor für die Knacker erzielen. Doch anstatt dieses Mal einzuknicken stabilisierte sich die Defensivarbeit und die Offensive lief erst warm. Erneut traf E. Reuter nach traumhafter Kombination mit J. Loermann zum vierten Mal an diesem Tage bevor J. Loermann selbst ein Stocherduell mit dem gegnerischen Keeper gewann und den Ball an der Bande entlang kullernd ins Tor zum 4:5 befördern konnte. Dieser Anschlusstreffer weckte Erinnerungen bei Langzeitstudent und Blaue Meute Ultra H. Siekmann an das wohl bedeutsamste Spiel in der deutschen Fußballgeschichte. Erinnerungen an diesen verregneten Tag in der Schweiz, an dieses legendäre Spiel, welches sich so eingebrannt hatte in seinen Hinterkopf. Schließlich war er damals gerade einmal im zweiten Semester und fieberte, wie ganz Deutschland, vor dem Radio mit. Und während GönnDir nun wieder wütend auf das Tor der Knacker stürmte und einer dieser Versuche von Keeper H. Mann gehalten wurde, da brach es aus ihm heraus. Längst vergessen und doch noch so deutlich im Gedächtnis, ein Flashback des Kommentars von früher. "Mann, du bist ein Teufelskerl! Mann, du bist ein Fußballgott!" Bei diesen Worten durchlief das gesamte Team ein Schauer, denn sie alle wussten, woher diese Worte kamen und was sie eigentlich zu bedeuten hatten. Heute ist alles möglich. Selbst die Weltmeisterschaft oder zumindest das Stürzen eines Favoriten. Die Knacker warfen nun alles nach vorne und während die Uhr unermüdlich tickte, spürte H. Siekmann, dass es wohl dieser eine Angriff sein würde. T. Middendorf erhielt den Ball und zeitgleich mit seinem Dribbling durch die Abwehrreihe platzte es aus H. Siekmann heraus. "Aus dem Hintergrund müsste Middendorf schießen! Middendorf schießt! Tor! Tor! Tor! Tor!" Der Ausgleich war geschafft! Die größte Aufholjagd in der Geschichte der Uni-Liga Göttingen war vollbracht, wenig später ertönte der Abpfiff. Das Endergebnis von 5:5 konnte nur eins bedeuten: Penalty-Schießen. Mahatma GönnDir begann und verwandelte sicher. Die Knacker waren nun im Zugzwang und spurlos schien das Spiel nicht an ihnen vorbei gegangen zu sein. Direkt der erste Schütze setzte den Ball an den rechten Pfosten, man lag erneut in Rückstand. Ein weiterer Treffer von GönnDir folgte und setzt damit J. Loermann unter Druck. Doch dieser blieb ganz cool, täuschte drei, vier, fünf Mal an und überlupfte den bereits am Boden liegenden Keeper. Nun hatte GönnDir alle Karten in der Hand, jedoch schien auch sie die Nervosität zu packen. Der herauseilende H. Mann baute sich vor dem näher kommenden Schützen auf, die gelbe Wand wurde größer und größer bis der Ball schließlich nicht das Tor sondern erneut den rechten Pfosten traf. Die Chance zum Ausgleich für T. Frerichs. Und während sich alle auf ein langsames, bedachtes Dribbling einstellten, nahm er einfach zwei Schritte Anlauf und knallte den Ball fast von der Mittellinie in die Maschen. Nun ging es ins Sudden Death. Jeder Fehler könnte der Letzte sein. Und es passte einfach zu diesem Tag, dass auch der zweite Fehlschuss von GönnDir von diesem mystischen rechten Pfosten angezogen wurde. Die Knacker nun mit der Chance zum Sieg. Doch wer stellte sich der Aufgabe, wer sollte zum Matchwinner werden. Aufmerksame Leser dürften es bereits erahnen, E. Reuter schnappte sich den Ball. Den Blick immer auf den Keeper gerichtet lief er los, noch einen Meter, und noch Einen, der Schuss, durch die Beine des Keepers... und drin! Der Treffer zum 8:7 (5:5; 3:2)! Von H. Siekmann ertönte es ein letztes Mal. "Aus! Aus! Aus! Aus! Das Spiel ist aus! Die Knacker sind im Viertelfinale!" Das Wunder von Göttingen war perfekt! Fritz Walter selbst hatte sich von oben herab dieses Spiel angesehen und eine Träne verdrückt.

Am Mittwoch treffen unsere Knacker im Viertelfinale auf das Team der Cockenham Hotsperms. Es darf erneut ein spannendes Duell erwartet werden, doch die Knacker sind noch lange nicht am Ende ihrer Reise!

Bis dahin, lasst’s knacken!

Wollen Sie Ihr Service zum Top-Fitness-Studio in Bern machen?
Klicken Sie hier, um Ihren Gesponserten Eintrag zu erhalten.

Kategorie

Adresse


Bern