Trinamics
Seit unserem letzten Update im Jänner hat sich viel getan: Aufgrund globaler Sorgen um die chinesische Wirtschaft brachen die Märkte anfang des Jahres ein. Nach einer Erholungsphase folgte der Brexit, der die Märkte kurzfristig wieder ins Minus brachte. Trotz dieser vorübergehenden Schwierigkeiten sind wir mit der Performance unserer sehr zufrieden:
: 107,76 -> 117,13 (+ 8,69 %)
: 100,96 -> 109,2 (+ 8,16 %)
: 99,32 -> 104,23 (+ 5,0 %)
: 99,6 -> 107,25 (+ 7,66 %)
14/01/2016
Ein kleiner Nachtrag zu unserem gestrigen Post ;)
13/01/2016
Stand der Rohölpreis im Jahre 2014 noch bei über 100$ pro Barrel, so ist er heute weniger als ein Drittel dessen wert. Aktuell notieren die Sorten Brent und WTI nur knapp über 30$/Barrel. Auch Erdgas hat sich im selben Zeitraum parallel dazu entwickelt und steht wie Rohöl aktuell auf einem 12-Jahrestief.
Warum kam es zu einem derartigen Kurssturz?
2014 beschloss die OPEC - allen voran Saudi Arabien - die Fördermenge nicht weiter zu drosseln. Seitdem fördert die ganze Welt de facto auf Anschlag, was zu einem enormen Angebot führt. Dazu haben die USA durch Fracking laufend ihre Fördermenge erhöht und sind vom größten Netto-Ölimporteur zum -exporteur aufgestiegen. Desweiteren kommt durch die Aufhebung des Iran-Embargos ein weiterer großer Ölplayer auf den Markt zurück und wird angebotsseitig weiter Druck machen. Daher erreichen Öl- und Gasspeicher weltweit laufend historische Höchststände und sind mittlerweile randvoll.
Es wird aktuell also deutlich mehr Öl gefördert als entsprechend verbraucht wird.
Grundsätzlich hat der Ölpreisverfall für ölimportierende Länder wie in Mitteleuropa positive Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung und wirkt wie ein kostenloses Konjunkturprogramm. Es ist jedoch in den letzten Monaten wieder verstärkt zu beobachten, dass der DAX mit einem sinkenden Ölpreis trotzdem mitfällt, obwohl kein stark ölabhängiges Unternehmen darin notiert. Dies ist im wesentlichen auf 3 Faktoren zurückzuführen:
1) Die US-Indizes sind ölabhängig. Nachdem der DAX stark mit den US-Indizes korreliert, wird somit auch indirekt der DAX zum Ölderivat.
2) Sorge um stark ölabhängige Länder wie Russland und dem arabischen Raum
3) Sorge um die Weltkonjunktur, indem mit einem sinkenden Ölpreis eine Schwäche der Weltkonjunktur impliziert wird
Dabei handelt es sich - anders als während der Finanzkrise 2008/2009 - um kein Nachfrageproblem, sondern vielmehr um ein Angebotsproblem!
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