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I Love Brot 15/10/2014

Neue Produkte statt Abfall
Brotautomat und Felzolini
In Wien wird so viel Brot weggeworfen, dass damit locker ganz Graz versorgt werden könnte.
Dass das nicht sein muss und es auch wirtschaftlich interessante Lösungen dafür gibt zeigt
nun ein Projekt in Wien. Designerin Kathrina Dankl und ihr interdisziplinäres Team entwickelten
gemeinsam mit Bäcker Horst Felzl „Felzolini“ aus Altbrot und Wiens ersten Brotautomaten.
Der stetig wachsende Berg an Lebensmittelabfall ist nicht nur ethisch bedenklich sondern auch wirtschaftlich unsinnig.
Auch ökologisch stehen besonders Städte hier vor einem wachsenden Problem. Neben Wohnen und Mobilität zählt die
Nahrungsmittelproduktion zu den größten Verursachern von Umweltverschmutzung. Die Wiener Designerin Kathrina
Dankl und ihr interdisziplinäres Team entwickelten gemeinsam mit der Bäckerei Felzl völlig neuen Lösungen, um die
täglichen Brot- und Gebäckabfälle zu minimieren. „Uns war es wichtig, dass die Maßnahmen wirtschaftlich und praktikabel
sind“, so Kathrina Dankl. „Ein innovatives Unternehmen wie die Bäckerei Felzl war da der ideale Partner für unser
Pilotprojekt“.
„Felzolini“ und Wiens erster Brotautomat
Dabei sind Produkte und Dienstleistungen entstanden, die nicht nur aus ökologischer und sozialer Sicht, sondern vor
allem auf wirtschaftlicher Ebene für die Bäckerei Relevanz haben. Zwei dieser Alternativen wurden nun umgesetzt:
• Wiens erster Brotautomat
In der Schottenfeldgasse 88 wurde eine Brotverkaufsmaschine aufgestellt. Nach Ladenschluss wird sie mit bester
Backware gefüllt, die tagsüber keine AbnehmerInnen fand. Das bietet die Möglichkeit auch noch nach Ladenschluss
qualitativ hochwertiges Brot & Gebäck zu genießen und trägt zur Reduzierung der Abfallmenge bei.
• Felzolini
Ein völlig neues Knabbergebäck aus hauchdünnen gerösteten Brotscheiben. Diese Brotchips werden in unterschiedlichen
Geschmacksrichtungen angeboten und sind eine leichte Alternative zu Kartoffelchips.
Zubereitet werden sie aus verschiedensten Brotsorten, die in den Felzl-Filialen nicht verkauft werden konnten.
Brot vom Vortag wird in hauchdünne Scheiben geschnitten, mit der Restwärme der Backöfen geröstet und mit
hochwertigen Zutaten geschmacklich veredelt.
Grundlage für die Innovation waren eingehende Analysen der Ausgangssituation. Über einen Zeitraum von eineinhalb
Jahren wurden die Stoffströme in der Bäckerei dokumentiert, der Energieverbrauch gemessen und das Unternehmen
einer Nachhaltigkeitsbewertung unterzogen. Parallel dazu wurden mit den Mitarbeitern als auch mit den Kunden in
Co-Creation-Prozessen Lösungen entwickelt. Unterstützt wurde das Vorhaben von der Wirtschaftsagentur Wien..
„Unser Projekt hat gezeigt, dass wir gemeinsam auf völlig neue Lösungen kommen“ zieht Kathrina Dankl Resümee.
„Daraus ist jetzt das Team NEULAND entstanden. Wir bieten die gewonnenen Erfahrungen ab sofort auch anderen
Kunden an.“
NEULAND besteht aus Kathrina Dankl (Produkt- und Servicedesign), Thomas Hruschka (systemische Unternehmensberatung),
Andrea Lunzer (Marketingmanagement), Angie Rattay (Kommunikationsdesign) und Wolfgang Wimmer
(EcoDesign).

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