GEDENKDIENST
16/04/2026
Wir freuen uns unseren Semesterschwerpunkt unserer Vortragsreihe GehDenken! vorstellen zu dürfen!
Staatsdoktrin Antifaschismus
Widersprüche in der DDR- Gedenkkultur und rechte Gewalt in Ostdeutschland heute
Offiziell war die Entnazifizierung in der DDR mit ihrer Gründung im Jahr 1948 abgeschlossen. Der Antifaschismus wurde zur Staatsdoktrin erhoben. Untermauert wurde dies durch eine Gedenkkultur, die sich ausschließlich auf die von den N***s verfolgten Kommunist*innen konzentrierte. Da die politische Führung der DDR bestimmte, wem und wie erinnert werden durfte, wurde das Gedenken an andere Opfergruppen marginalisiert und unterdrückt. In einer per Definition antifaschistischen Gesamtgesellschaft ergab sich folgerichtig keine Notwendigkeit für fundierte Aufarbeitung. So erhielt sich postnazistisches Gedankengut, während eine tatsächliche Entnazifizierung und Reflexion der eigenen Schuld nicht stattfanden.
Die Vorträge in diesem Semester setzen sich kritisch mit der DDR-Erinnerungskultur und den damit einhergehenden Widersprüchen auseinander. Es wird auf Erinnerungspraktiken marginalisierter Opfergruppen, sowie Mechanismen der Schuldabwehr durch Gleichsetzung sowjetischer Nachkriegsgewalt mit den Verbrechen des NS eingegangen. Außerdem soll gezeigt werden, welche Zusammenhänge zwischen den Gedenknarrativen der postnazistischen, ehemaligen DDR und dem aktuellen Wiedererstarken des Rechtsextremismus in Ostdeutschland bestehen.
Wer einen unserer Flyer in die Hand bekommen hat, weiß, dass für den 24.04. ein weiterer Vortrag angekündigt war. Dieser muss leider ausfallen.
Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen, an den öffentlichen Veranstaltungen bei freiem Eintritt teilzunehmen!
10/04/2026
Am 22. April und 21. Mai finden unsere nächsten Veranstaltungen aus der Reihe (Un)bequeme Erinnerungen statt. Diese widmet sich rassismus- und antisemitismuskritischen Perspektiven der Erinnerungskultur in Österreich.
Rassismuskritische und antisemitismuskritische Ansätze werden in der Erinnerungsarbeit oftmals in Konkurrenz zueinander wahrgenommen. Entgegen dieser Logik soll durch die Reihe ein Raum für gegenseitige Solidarität, kritische Reflexion, Widersprüche und offene Fragen entstehen. Im Fokus stehen Kontinuitäten von Rassismus gegen Rom*nja und Sinti*zze, Fragen inklusiver Erinnerungsarbeit sowie Zugänge pluraler Erinnerungskultur.
Dabei wird Erinnerung nicht als abgeschlossener Prozess verstanden, sondern als umkämpftes Feld, in dem unterschiedliche Deutungen, Erfahrungen und politische Interessen aufeinandertreffen. Die Veranstaltungen bringen Akteur*innen aus Bildungsarbeit, Aktivismus, Wissenschaft und Kunst zusammen und sind offen und kostenlos für alle Interessierten.
07/03/2026
Die Veranstaltungsreihe (Un)bequeme Erinnerungen widmet sich rassismus- und antisemitismuskritischen Perspektiven der Erinnerungskultur in Österreich.
Rassismuskritische und antisemitismuskritische Ansätze werden in der Erinnerungsarbeit oftmals in Konkurrenz zueinander wahrgenommen. Entgegen dieser Logik soll durch die Reihe ein Raum für gegenseitige Solidarität, kritische Reflexion, Widersprüche und offene Fragen entstehen. Im Fokus stehen Kontinuitäten von Rassismus gegen Rom*nja und Sinti*zze, Fragen inklusiver Erinnerungsarbeit sowie Zugänge pluraler Erinnerungskultur.
Dabei wird Erinnerung nicht als abgeschlossener Prozess verstanden, sondern als umkämpftes Feld, in dem unterschiedliche Deutungen, Erfahrungen und politische Interessen aufeinandertreffen. Die Veranstaltungen bringen Akteur*innen aus Bildungsarbeit, Aktivismus, Wissenschaft und Kunst zusammen und sind offen und kostenlos für alle Interessierten.
13/02/2026
HOFBURG ENTNAZIFIZIEREN
PROTEST GEGEN DEN BURSCHENSCHAFTERBALL
20.2.2026 – 19 Uhr – Michaelerplatz
Jahr für Jahr tanzen deutsch-nationale Burschenschafter, N***s und Rechtsextreme in der Wiener Hofburg: Jahrzehntelang organisiert vom „Wiener Korporationsrings“ (WKR), dem Dachverband der 20 deutsch-nationalen Verbindungen in Wien, heißt der WKR-Ball inzwischen Akademikerball und wird von der rechtsextremen FPÖ ausgerichtet. In beiden Fällen ist die Bezeichnung als »Nazi-Ball« nicht nur angebracht, sondern auch juristisch zulässig – dementsprechend rufen wir alle antifaschistischen Kräfte dazu auf, gegen den Akademikerball 2026 zur protestieren und die Hofburg zu entnazifizieren.
Alerta Antifascista!
Und davor am 20.02. zum antifaschistischen Budenbummel! 17:00 Urban-Loritz-Platz, 1070 Wien
12/02/2026
Geschichte ist nicht weit weg.
Sie ist vor deiner Haustür.
Bei „In meinem Block“ wirst du zum Peer Guide und gestaltest eigene Stadtrundgänge im 15. Bezirk.
Über Jugendliche. Über Ausgrenzung. Über Widerstand.
📅 7., 8. & 14. März 2026, 10-17 Uhr
🍽 Mittagessen inklusive
💶 25€/h für deine Tour
Meld dich bis zum 28. Februar via Mail, SMS oder DM
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