Dr. Gerald Pail

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24/03/2020

Statement zum Ordinationsbetrieb während der COVID-19 Pandemie
Die COVID-19 Pandemie bedeutet für viele Menschen die größte Herausforderung ihres Lebens. PatientInnen mit psychischen Erkrankungen leiden in dieser Zeit besonders unter den assoziierten existenziellen Ängsten, den Implikationen von Quarantäne (Isolation bzw. Intensivierung von Konflikten in der Familie) und den Limitationen in der medizinischen Versorgung.
Ich werde in dieser Krise meine Tätigkeit als Psychiater und psychotherapeutischer Mediziner in vollem Umfang ausüben. Meine Ordination ist werktags täglich geöffnet, allerdings werde ich PatientInnen nur in berechtigten Notfällen persönlich sehen. Alle anderen Termine erfolgen Online, über diverse Videotelefonie Plattformen oder auch einfach per Telefon.
Die klinische Erfahrung der letzten Zeit zeigt, dass diese Umstellung von fast allen PatientInnen sehr positiv angenommen wird. Die notwenigen Dokumente wie Rezepte oder Zuweisungen erhalten Sie verschlüsselt per Email oder per Post. Alle therapeutischen Online Leistungen werden von den Krankenkassen gleich wie Präsenztermine erstattet. Genaue Informationen über Terminoptionen und die Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme erhalten Sie jederzeit per Email oder an Werktagen vormittags am Ordinationstelefon.
Beste Grüße und alles Gute für diese Zeit,
Dr. Gerald Pail.

Timeline photos 08/09/2015

Wer sich über zukünftige Entwicklungen im Bereich von psychischen Erkrankungen informieren möchte sollte den BLOG von Thomas Insel, dem Direktor des National Institute of Mental Health (NIMH), USA, verfolgen. Das NIMH ist das weltweit größte Zentrum zur Erforschung von psychischen Erkrankungen. Auch wenn der Fokus im Bereich der Neurobiologie liegt, ist Insel so differenziert, dass er psychodynamische Grundkenntnisse jeder/m PsychiaterIn nahelegt. In einem seiner letzten Beiträge machte er auf eine erstaunliche Entwicklung aufmerksam. Während die pharmazeutische Industrie (mit wenigen Ausnahmen) ihre Forschungsinvestitionen in psychische Gesundheit deutlich reduzierten und auch viele Gesundheitssysteme trotz besseren Wissens die Thematik vernachlässigen, interessieren sich Unternehmen im Silicon Valley zunehmend für dieses Zukunftsfeld. Apple und Google beginnen Software zu entwicklen, die bereits jetzt erstaunlich Erfolge in den Bereichen Diagnostik und Therapie(compliance) vorweisen kann. Es wiederholt sich also auch im Bereich der Gesundheit: während Europa Zukunftspotenziale verschläft, verschaffen sich Unternehmen in Kalifornien einen uneinholbaren Vorsprung. Wien, vormals Welthauptstadt der Psychotherapie, könnte wesentlich mehr aus sich herausholen, tut es aber kaum.

Link zum BLOG von Thomas Insel:
http://www.nimh.nih.gov/about/director/2015/look-who-is-getting-into-mental-health-research.shtml

Timeline photos 04/09/2015

Die Versorgung von Depressions-Erkrankten lässt noch immer zu wünschen übrig. Es wird unbewusst von ihnen verlangt, besonders stark zu sein. Aufgrund langer Wartezeiten bis zur Therapie sind Betroffene oft mehrere Monate auf sich gestellt. Habt Ihr Tipps zur Überbrückung der Wartezeit?

Timeline photos 14/05/2015

Bring Freud ins Leben! erinnert an den Mental Health Awareness Month, der jährlich im Mai stattfindet und der von zahlreichen Organisationen unterstützt wird. In der Anlage finden Sie den Link zu Mental Health America, die auch ein Video zur Verfügung stellt. In diesem wird gezeigt, dass die Hälfte aller Menschen mit psychischen Erkrankungen um das 15. Lebensjahr erstmals erkranken. Eine Therapie erhalten sie jedoch im Durchschnitt erst zehn Jahre später. Dieser Missstand führt dazu, dass Jugendliche die Schule abbrechen und aus ihrem sozialen Umfeld herausfallen. Die Folgen können schwerwiegend sein: Arbeitslosigkeit, Isolation bzw. eventuell auch ein abdriften in die Kriminalität. Erst kürzlich erschien in der New York Times ein Artikel, der aufzeigt wie häufig PatientInnen in den USA im Gefängnis statt in einem Krankenhaus landen. In den Gefängnissen sind Folter-ähnliche Methoden offenbar an der Tagesordnung. In Österreich wurden im Strafvollzug in den vergangenen Jahren ebenfalls unfassbare Missstände bekannt, an der Versorgung im Bereich der psychischen Gesundheit gab es jedoch keine nennenswerte Fortschritte. Engagieren Sie sich daher gegen die Diskriminierung von Menschen mit psychischen Erkrankungen, nicht nur in Mai! Danke, Gerald Pail.

Link zu Mental Health America, Mental Health Month May
http://www.mentalhealthamerica.net/may-mental-health-month-0

Link zum Video von Mental Health America:
http://www.mentalhealthamerica.net/may-mental-health-month-0

Link zum Artikel in der New York Times:
http://www.nytimes.com/2015/05/12/us/mentally-ill-prison-inmates-are-routinely-physically-abused-study-says.html?_r=2&referrer=

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