IFES
15/04/2026
Wir durften heute gemeinsam mit FORESIGHT aktuelle Auswertungen aus dem Arbeitsklima Index der Arbeiterkammer Oberösterreich zu Präsentismus und Arbeitsbelastungen vorstellen. Dabei zeigt sich u.a.: Trotz akuter Erkrankung zu arbeiten "trendet" weiterhin in der Arbeitswelt und betrifft zwei von drei Arbeitnehmer:innen. Vor zehn Jahren betrug dieser Anteil nur rund die Hälfte.
Das hat v.a. strukturelle Ursachen wie fehlendes Personal und wird durch steigende Belastungen wie wachsenden Arbeitsdruck begünstigt. Mehr als die Hälfte der Betroffenen gibt an, aus Pflichtgefühl gegenüber den Kolleg:innen trotz Erkranung gearbeitet zu haben (56 Prozent). Für 40 Prozent wäre die Arbeit sonst liegen geblieben. Jede:r Zehnte hatte (zusätzlich) innerbetriebliche Konsequenzen wie Ermahnung, Kündigung oder ein schlechteres Arbeitsklima befürchtet.
Arbeiten trotz Krankheit ist zudem nicht nur kurzfristig belastend, sondern kann langfristige gesundheitliche Konsequenzen haben. Betroffene erleben häufiger Müdigkeit und Erschöpfung (45 Prozent), einige haben (auch) mit Konzentrationsproblemen zu kämpfen (30 Prozent). Jede:r Fünfte berichtet, dadurch auch länger krank gewesen zu sein (22 Prozent).
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