Scientists4Future Austria

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16/06/2026

In den vergangenen Wochen wurde in unterschiedlichen öffentlichen Debatten wiederholt behauptet, der Weltklimarat IPCC habe sein besonders emissionsintensives Szenario RCP8.5 zurückgenommen. Daraus wurde teilweise abgeleitet, dass Klimaschutzmaßnahmen grundsätzlich neu bewertet oder abgeschwächt werden müssten. Anlass dieser Diskussion ist ein Anfang April im Fachjournal Geoscientific Model Development erschienener Beitrag zur Weiterentwicklung erdwissenschaftlicher Modelle. In der öffentlichen Rezeption wurde dieser Beitrag jedoch teils stark verkürzt dargestellt und mit Aussagen über den IPCC verknüpft, die so nicht zutreffen. Wichtig ist daher eine sachliche Einordnung: RCP8.5 ist keine Vorhersage, sondern ein Szenario. Es beschreibt eine mögliche Entwicklung unter bestimmten Annahmen zu Emissionen, Energieverbrauch, Landnutzung und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Solche Szenarien helfen der Klimaforschung, verschiedene mögliche Zukunftspfade vergleichbar zu machen.

Gerade bei komplexen Themen wie Klimaszenarien ist es sinnvoll, zwischen wissenschaftlicher Einordnung, politischer Bewertung und zugespitzter öffentlicher Debatte zu unterscheiden.

Mehr dazu auf unserem Celsius-Blog.

Artikel: https://www.scientists4future.at/2026/06/12/ist-die-klima-apokalypse-abgesagt-der-hype-um-rcp8-5-und-was-dahintersteckt/

03/05/2026

Die Länder, die an einem ersten Gipfeltreffen teilgenommen haben, haben Pläne zur Entwicklung nationaler Fahrpläne weg von fossilen Brennstoffen sowie neue Instrumente zur Bekämpfung schädlicher Subventionen und des kohlenstoffintensiven Handels mitgenommen.

Auf der ersten Konferenz zum Thema „Ausstieg aus fossilen Brennstoffen“, die vom 24. bis 29. April in Santa Marta, Kolumbien, stattfand, debattierten 57 Länder – die ein Drittel der Weltwirtschaft repräsentieren – über praktische Wege, um sich von Kohle, Öl und Gas zu lösen.

Vor dem Hintergrund von Krieg , einer globalen Ölkrise und sich verschlimmernden Extremwetterereignissen saßen Minister und Gesandte aus aller Welt in kleinen Besprechungsräumen nebeneinander, um offene und ehrliche Gespräche über die Hindernisse zu führen, die ihnen beim Übergang von fossilen Brennstoffen zu sauberer Energie im Wege stehen.

Dieses neue Format – entwickelt von den Co-Gastgebern Kolumbien und den Niederlanden – wurde von den an den Gesprächen teilnehmenden Ländern als „erfrischend“, „äußerst erfolgreich“ und „bahnbrechend“ bezeichnet.

Im Rahmen der Veranstaltung fand auch eine „wissenschaftliche Vorkonferenz“ statt, an der 400 internationale Akademiker:innen teilnahmen. Dabei wurde unter anderem ein neues Wissenschaftsgremium ins Leben gerufen, das Nationen, die ihren Übergang weg von fossilen Brennstoffen beschleunigen wollen, flexible und maßgeschneiderte Analysen bieten soll.

Zum Abschluss des Gipfels wurden Tuvalu und Irland als gemeinsame Gastgeber des zweiten Gipfels zum Ausstieg aus fossilen Brennstoffen bekanntgegeben, der 2027 in dem pazifischen Inselstaat stattfinden wird.

Mehr dazu auf unserem Celsius-Blog.

Artikel: https://www.scientists4future.at/2026/05/02/konferenz-von-santa-marta-neuer-schwung-fuer-ausstieg-aus-fossilen/

[Bild: BCL, Buenaventura, Kolumbien; nachbearbeitet]

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