FHWN Campus Tulln
15/07/2026
Unsere Masterstudentin Lena Steiner (Biotechnology & Analytics) berichtet von ihrem Aufenthalt in Schweden, wo sie ihre Abschlussarbeit absolviert.
„Hej aus dem Norden Schwedens!
Ich bin hier in Umeå, Region Västerbotten – der größten Stadt im nördlichen Schweden. Am UPSC (Umeå Plant Science Centre) entwickle ich im Rahmen meiner Masterarbeit de-novo Protein-Binder, um die Blütenbildung in der Modellpflanze Arabidopsis thaliana zu manipulieren.
Diese Binder sollen die Transkriptionsfaktoren LFY und AP1 gezielt inhibieren. Im Vergleich zu klassischen Knockout-Methoden wie CRISPR ermöglichen Protein-Binder dabei eine feinere und dynamisch steuerbare Regulation.🌱
Abgesehen von der spannenden Forschung bietet ein Auslandsaufenthalt in Umeå die perfekte Gelegenheit, den Norden in seiner vollen Pracht zu erleben:
❄️ bezaubernde Winterlandschaften und Nordlichter
🌼 das inoffizielle Einläuten des Frühlings an Valborg (Walpurgisnacht) mit einem Lagerfeuer
🌅 endlos scheinende Sommertage – mit dem Highlight des Jahres: Midsommar
☕️ nicht zu vergessen: In Schweden wird die tägliche Fika (Kaffeepause) sehr geschätzt und zelebriert.“
Eine schöne Verbindung: Betreut wird Lena in Schweden von unserem Absolventen Fabio Zaccarini. Nach Bachelor und Master am Biotech Campus Tulln der FH Wiener Neustadt, wo er auch seine Masterarbeit in einem Forschungsteam unseres Campus absolvierte, führt er seine wissenschaftliche Laufbahn heute an der Umeå University im Rahmen eines PhDs fort.
Wir freuen uns über die tollen Einblicke ☺️
07/07/2026
Grüße aus Norwegen!
Elisabeth König, Studentin des Studiengangs Biotechnische Verfahren, absolvierte ihr Bachelorpraktikum in Oslo und forschte dort im Rahmen ihrer Abschlussarbeit an innovativen Ansätzen der molekularen Diagnostik. 🔬
Im Mittelpunkt ihres Forschungsprojekts stand BCR::ABL1, ein genetischer Marker, der für die Diagnose der Chronischen Myeloischen Leukämie (CML) von zentraler Bedeutung ist.
🧬 Elisabeth untersuchte das Potenzial von Nanopore Sequencing in Kombination mit Adaptive Sampling, einer Technologie zur gezielten Analyse relevanter genetischer Informationen. Dabei erforschte sie, ob sich damit mehr Informationen über BCR::ABL1 gewinnen lassen als mit herkömmlichem Whole Transcriptome Sequencing.
🎯 Langfristig könnte dieser Ansatz zu einer schnelleren und präziseren Diagnostik beitragen und die Grundlage für individuellere Therapieentscheidungen schaffen. Die Ergebnisse ihrer Arbeit dienen als Vorstudie für ein weiterführendes Forschungsprojekt, das nun von einer Doktorandin fortgeführt wird.
Doch ein Forschungsaufenthalt in Norwegen bedeutete weit mehr als Arbeit im Labor:
🎶 Elisabeth trat einem Chor bei und stand beim Konzert zum norwegischen Nationalfeiertag am 17. Mai auf der Bühne.
🌲 Besonders beeindruckte sie die Nähe zur Natur: In Oslo erreicht man innerhalb kürzester Zeit Wälder und Berge – ideal zum Wandern, Langlaufen und Abschalten.
🤝 Darüber hinaus nutzte sie die zahlreichen Angebote der Universität und studentischer Organisationen – von Sprachcafés über Naturführungen bis hin zu Brettspiel- und Improvisationsabenden.
🏡 Zu den besonderen Eindrücken ihres Aufenthalts zählten auch die typischen Osloer „Kolonihager“ (Schrebergärten). Die kleinen Gartenhäuser sind äußerst begehrt – manche Menschen warten mehr als zehn Jahre auf einen Platz.
Internationale Forschungserfahrung, spannende wissenschaftliche Fragestellungen und die Möglichkeit, neue Kulturen kennenzulernen – all das gehört zu den vielfältigen Erfahrungen, die unsere Studierenden bereits während ihres Studiums sammeln können. 🌍
17/06/2026
👩💻📊 Poster-Session im Rahmen der Abschlussprüfung Transkriptomik!
Unsere Studierenden des berufsbegleitenden Masters Bio Data Science präsentierten spannende Ergebnisse aus der Differential-Expression-Analyse von RNA-Sequenzierungsdaten und zeigten eindrucksvoll ihr Können in der biologischen Interpretation komplexer Datensätze. 👏🎓
10/06/2026
🏆 Rotary Club Tulln Science Award 2026
Montagabend fand die Verleihung im Haus der Digitalisierung statt – und wir freuen uns über die starke Präsenz von Studierenden und Alumni unserer FH am Biotech Campus Tulln.
🎉 Den 3. Platz sicherte sich unsere Masterstudentin Katrin Herbst (Biotechnology & Analytics) mit ihrer Arbeit „KI-gestützte Früherkennung von Pflanzenstress – ein erster Schritt zu klimaresilientem Soja“. Katrin kombiniert in ihrer Arbeit an der FH Raman-Spektroskopie, Proteomik und Künstliche Intelligenz, um Stressreaktionen bei Sojapflanzen bereits vor sichtbaren Schäden zu erkennen. Dieser innovative Ansatz könnte künftig dazu beitragen, Ernteverluste zu reduzieren und klimaresiliente Nutzpflanzen gezielter zu entwickeln – ein wichtiger Beitrag für die Landwirtschaft der Zukunft. 🌱🤖
Die Arbeit entstand an der FH unter der Betreuung von Judith Rudolf-Scholik, David Lilek und Justyna Rechthaler, in Kooperation mit der BOKU in Tulln (Korbei Barbara, Christian Luschnig), BioOmics (Katja Parapatics) und der Saatzucht Gleisdorf GmbH (Maximilian Lanz).
👏 Herzliche Gratulation auch an Regina Holzer, die mit ihrer Bachelorarbeit an der Vetmeduni den 2. Platz erreichte. Regina ist Absolventin unseres Bachelorstudiums Biotechnische Verfahren und wurde seitens der FH von Agnes Grünfelder betreut. In ihrer Arbeit entwickelte sie neuartige 3D-Labormodelle, die neue Perspektiven für die Erforschung und Behandlung von Darmerkrankungen eröffnen.
🥇 Wir gratulieren ebenso Chiara Siracusa zum 1. Platz für ihre PhD-Arbeit am Institut für Umweltbiotechnologie der BOKU in Tulln, betreut durch Georg Guebitz, zur enzymbasierten Rückgewinnung von Bausteinen aus synthetischen Polyestern und damit zu einem wichtigen Beitrag für nachhaltiges Kunststoffrecycling.
Fabio Zaccarini und Ines Fuchs, beide ehemalige Preisträger:innen und Alumni unserer Studiengänge, bedankten sich für die Anerkennung und die Chancen durch die Auszeichnung. Beide wurden für Arbeiten an der FH ausgezeichnet. Fabio war aus Schweden zugeschaltet, wo er derzeit sein PhD-Studium absolviert.
Der Abend fand einen gemütlichen Ausklang im Innenhof des Hauses der Digitalisierung.
Ein großes Dankeschön an den Rotary Club Tulln für die Förderung junger Wissenschaftler:innen und exzellenter Forschung am Standort. Der Abend wurde von Birgit Herbinger, Leiterin des FHWN Campus Tulln, moderiert. Angelika Weiler, Technopolmanagerin Tulln, gab Einblicke in die insgesamt 34 eingereichten Arbeiten. Die Festrede hielt Eva Maria Binder, Leiterin Translational Science (DSM-Firmenich), eröffnet wurde die Veranstaltung von Hannes Wohlmuth, designierter Präsident des Rotary Club Tulln. Stadtrat Lucas Sobotka vertrat die Stadt Tulln bei der Preisverleihung.
Gratulation an alle Preisträgerinnen und Einreichenden! 👏🎓
Bildrechte:
©Michael Grühbaum (Fotos 1–4, 7)
©Claudia Friesinger (Fotos 5, 6, 8)
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