Integration Tirol
05/05/2026
𝗧𝗮𝗴 𝗱𝗲𝗿 𝗜𝗻𝗸𝗹𝘂𝘀𝗶𝗼𝗻 – 𝗟𝗲𝗯𝗲𝗻𝗱𝗲 𝗕ü𝗰𝗵𝗲𝗿 𝗶𝗻 𝗱𝗲𝗿 𝗦𝘁𝗮𝗱𝘁𝗯𝗶𝗯𝗹𝗶𝗼𝘁𝗵𝗲𝗸 𝗜𝗻𝗻𝘀𝗯𝗿𝘂𝗰𝗸
Schön war’s! Die Stadtbibliothek war voll, die Gespräche intensiv und der Austausch genau das, was es braucht: offen, ehrlich und mitten aus dem Leben.
Die Living Library hat einmal mehr gezeigt, wie wertvoll persönliche Begegnungen sind. Menschen erzählen ihre Geschichten – und plötzlich wird aus einem abstrakten Thema gelebte Realität. Es wurde gefragt, zugehört, diskutiert und auch hinterfragt.
Wir von Integration Tirol waren mittendrin: viele Gespräche zur inklusiven Schule, zu Chancen, Hürden und ganz konkreten Erfahrungen aus dem Alltag. Besonders spürbar war: Das Interesse ist da. Und der Wunsch nach echter Veränderung auch.
Ein großes Danke an die Besucher:innen fürs Dabeisein – und an die PTS Landeck für das Gestalten und Fertigen unserer Ausstellung zur inklusiven Bildung.
So geht Bewusstseinsbildung: im Dialog. Weiter geht's am Freitag. In Wien. Protest unter dem Titel "Jetzt handeln, statt nur reden!". Wir: mittendrin und live dabei. Kommt, so ihr in Wien seid!
05/05/2026
Gemeinsam handeln statt leerer Versprechen: Eltern- und Bildungsinitiativen fordern sofortige Umsetzung konkreter Maßnahmen für Inklusion
Die Initiativen rufen zu einer Kundgebung auf: Sie fordern Personalressourcen und klare Entscheidungen ab Herbst 2026 – statt weiterer Verzögerungen auf Kosten von Kindern
Am Freitag, 8. Mai 2026, findet im Parlament eine Enquete der NEOS zur inklusiven Bildung statt. Bildungsinitiativen nutzen diesen Anlass für eine Kundgebung vor dem Parlament in Wien. Sie machen auf die Verschärfung der Situation im Bildungssystem aufmerksam, denn zum Tag der Inklusion am 5. Mai zeige sich erneut: Für betroffene Kinder an Österreichs Schulen und deren Familien gibt es wenig zu feiern.
Seit Jahrzehnten werde auf politischer Ebene über inklusive Bildung diskutiert, Bedarfe erhoben und Reformen angekündigt. Österreich hat sich 2008 zur Umsetzung inklusiver Bildung verpflichtet. Die Realität zeigt jedoch das Gegenteil: Die schulische Inklusion steht massiv unter Druck und Rückschritte überwiegen – mit spürbaren Folgen für Kinder, Jugendliche, Familien und Schulpersonal.
System am Limit – Kinder werden ausgeschlossen
Die Initiativen verweisen auf eine dramatische Zuspitzung an Schulen: Es fehlt an Personal, Unterstützungssystemen und tragfähigen Strukturen. Förderung bleibt aus, Unterricht wird gekürzt, Suspendierungen nehmen zu. Immer mehr Kinder werden faktisch vom Bildungssystem ausgeschlossen. Das verstärkt Ungleichheit, verhindert Zukunftschancen und verursacht langfristig hohe Kosten für Familien und Gesellschaft.
Forderung nach sofort wirksamen Maßnahmen für schulische Inklusion
Die Initiativen betonen, dass die notwendigen Lösungen längst bekannt seien – was fehlt, sei deren konsequente Umsetzung. Sie fordern daher:
• eine sofortige Notfinanzierung für Herbst 2026
• eine deutliche Aufstockung der Ressourcen für inklusive Bildung, die in den Klassen ankommt, über eine Anhebung des Quotendeckels für sonderpädagogischen Bedarf
• eine flächendeckend gesicherte Assistenz an Schulen und Kindergärten und Einsatz multiprofessioneller Teams
• sofortige Umsetzung des Rechts auf ein 11. und 12. Schuljahr für alle mit Öffnung der mittleren und höheren Schulen für Inklusion
• langristiger Abbau von getrennter Bildung hin zu einer gemeinsamen Schule aller 6- bis 15-Jährigen
Diese Maßnahmen seien unabdingbar, um Rückschritte zu stoppen und ein inklusives Bildungssystem umzusetzen, damit Bildung und Teilhabe aller Kinder und Jugendlichen ermöglicht werde.
Ein Teil der geforderten Maßnahmen ist im aktuellen Regierungsprogramm enthalten, allerdings unter Budgetvorbehalt. "Menschenrechte dürfen nicht unter Budgetvorbehalt stehen", sind sich die Initiativen einig.
Keine weiteren Ausreden
Neos Behindertensprecherin Fiona Fiedler kritisierte in der Vergangenheit: "Es sei niemandem geholfen, wenn die Bundesregierung zwar anlässlich von Aktionstagen salbungsvolle Worte finde, aber ihren Ankündigungen nie Taten folgen lasse" – nun stehen die NEOS selbst in Regierungsverantwortung.
„Immer wieder werden Reformen angekündigt aber notwendige Maßnahmen werden nicht umgesetzt oder aufgeschoben – auf Kosten der Kinder. Es braucht jetzt klare politische Verantwortung und konkrete Schritte“, so Vertreter:innen der Initiativen. „Wir brauchen ein Bildungssystem, das niemanden zurücklässt – und die Mittel, um das sofort umzusetzen.“
Warum jetzt gehandelt werden muss
Die Initiativen warnen eindringlich: Jeder weitere Aufschub verschärft die Lage und untergräbt das Vertrauen in politische Absichten. Inklusion ist keine Option, sondern ein verbindliches Recht. Ohne sofortige Maßnahmen drohen weitere Rückschritte – mit langfristigen Konsequenzen für die gesamte Gesellschaft.
Unter dem Motto „Gemeinsam handeln statt reden“ rufen die Initiativen zur Kundgebung vor dem Parlament auf. Als Special Guest wird David Stockenreitner erwartet.
Programm:
8:00 - 9:00 Übergabe von Forderungen und Botschaften an die Teilnehmer:innen der Enquete. Interviewmöglichkeit mit Daniel Landau und Vertreter:innen der Initiativen
14:30 – 16:00 Kundgebung mit Redner:innen und Interviewmöglichleit mit Vertreter:innen der Initiativen
Beteiligte Initiativen in alphabetischer Reihenfolge:
• Apfl-ÖLI-ug (Eva Neureiter, 0650/6776446)
• Bessere Schule JETZT! (Angie Weikmann, 0681/20427127)
• Bundesweite Elterninitiative für Kinder mit besonderem Bedarf (Gertrude Riegler, 0676/5458177; Carina Ruttinger 0677/62491528)
• Gemeinsame Bildung 2.0 (Astner Markus)
• Inklusion Österreich ()
• Lobby4Kids (Lobby4Kids - Kinderlobby - Irene Promussas)
• ( Rafelsberger)
• Integration Tirol Roman Scamoni
Stimme: Gimni KI
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