Hundetraining Lisa Koch

Hundetraining Lisa Koch

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18/06/2026

Die Zeit vergeht wie im Flug und schon in wenigen Wochen startet der letzte Junghundekurs vor meiner Sommerpause!

Du hast Fragen? Dann schau gerne auf meine Webseite hundelisa.com oder schreib mir ein Mail an [email protected]

Ich freu mich auf euch!

18/06/2026

In wenigen Wochen geht es los!
Der nächste Welpenkurs startet. Und das Tolle? Noch sind Plätze frei! 😉

Für mehr Infos schau gern auf meine Webseite hundelisa.com oder schreib mir eine Mail an [email protected]

Ich freu mich!

18/06/2026

🔹Boxentraining🔹

Heute geht es bei mir um das sogenannte Boxentraining.
Wieso? Weil ich immer wieder gefragt werde, wie ich zu Boxentraining stehe, wie man den Hund an die Box gewöhnt und wie man dem Hund beibringt, dass er nicht mehr in der Box winselt.
Und auch in den sozialen Medien sieht man immer öfter das Boxen-Training.

Darum kommt hier nun meine Antwort zu all diesen Fragen bzw zum generellen Thema!

Aber noch bevor ich reinstarte: ich verstehe unter Boxentraining, dass der Hund in die Box kommt und die Tür der Box verschlossen wird, sodass der Hund nicht mehr selbstständig hinaus kann.

Gut! Aber jetzt gehts los.

🔹Die magische Lösung!
Das Boxentraining wird für alles mögliche empfohlen.
Der Hund kann nicht alleine bleiben - in die Box.
Der Hund hat Probleme mit dem Besuch - in die Box.
Der Hund jagt ständig die Katze - in die Box.
Der Hund ist ein Welpe und muss Stubenrein werden - in die Box.
Der Junghund knabbert alles an - in die Box.

Die Box beziehungsweise das Boxentraining wird als magische Lösung angepriesen, aber ist sie das auch?

🔹Das Problem
Das, was man beim Boxentraining eigentlich macht, ist nichts anderes als reine Symptombehandlung, die teilweise auch stark frustrierend ist.
Der Hund zerstört die Couch, weil er nicht alleine bleiben kann?
Gut - in der Box kann er nichts mehr kaputt machen. Aber kann er deshalb auch alleine bleiben?

🔹Tierschutzgesetz
Ein kurzer Blick in das österreichische Tierschutzgesetz zeigt aber: Das Boxentraining (also den Hund in eine Box schicken und diese dann zu versperren) ist nach §13 nicht erlaubt.
Dazu schreibt die Stadt Wien auch noch vor, dass der Hund ständig Zugang zu frischem Wasser braucht.

🔹Stattdessen
Wie so oft, ist die Lösung sehr simpel:
Training und sinnvolles Management.

Kann der Hund nicht alleine bleiben, sollte man hier kleinschrittig vorgehen und gegebenenfalls Betreuungspersonen oder Betreuungsangebote nutzen.
Hat der Hund Probleme mit Besuch, ist bei Besuch "aufgedreht",... sollte man sich das auch ernsthaft anschauen und dementsprechend mit dem Hund daran arbeiten, dass der Besuch besser empfangen werden kann und nicht den Hund nur in die Box sperren.

Auch als Management ist das Versperren in die Box ungeeignet!

🔹Als Rückzugsort
UND JA!
Boxen können echt ein toller Rückzugsort sein und viele Hunde fühlen sich in einer Box auch wohl.
Auch meine Hunde haben jeweils eine Box.
Die Box sollte dann kleinschrittig aufgebaut werden und der Hund sollte darin NIE eingesperrt werden.
Ihr seht im Bild übrigens meine Hündin, wie sie in ihrer Box liegt (naja...also...so halb zumindest) und ihre Schleckmatte schleckt.

🔹Ausnahmen!
In seltenen Fällen ist es auch erlaubt, den Hund in eine Box zu sperren.
Darunter fällt zum Beispiel die sichere Verwahrung beim Transport oder die sichere Verwahrung bei Tierärztinnen.
Beachte hier, dass das TRAINING für diese konkreten Situationen auch ok ist.

🔹Welpenstall
Und ja - auch Welpenställe sind eine coole Option, wenn sie sinnvoll genutzt werden - oft werden sie für Welpen genutzt.
Der Hund sollte in dem Welpenstall genug Raum haben, um sich bewegen zu können, Wasser sollte zur Verfügung gestellt sein, Beschäftigung/Spielzeug sollte da sein und auch ein Bett, wo sich der Hund hinlegen kann.

🔹Fazit
Boxentraining ist nach dem österreichischen Tierschutzgesetz verboten. Zudem ist es nur eine Symptombehandlung, aber ändert nichts an der eigentlichen Ursache für ein Verhalten.
Statt also den Hund in die Box zu sperren, sollte man einen genauen Blick auf das Problem werfen.

Danke euch fürs Lesen!
Für mehr Inhalte rund um das Thema Hund, folgt mir gerne auf Facebook (Hundetraining Lisa Koch) und auf Instagram (hunde_lisa)

Hier ist übrigens noch der § aus dem Tierschutzgesetz ;)

§13: Wer ein Tier hält, hat dafür zu sorgen, dass das Platzangebot, die Bewegungsfreiheit, die Bodenbeschaffenheit, die bauliche Ausstattung der Unterkünfte und Haltungsvorrichtungen, das Klima, insbesondere Licht und Temperatur, die Betreuung und Ernährung sowie die Möglichkeit zu Sozialkontakt unter Berücksichtigung der Art, des Alters und des Grades der Entwicklung, Anpassung und Domestikation der Tiere ihren physiologischen und ethologischen Bedürfnissen angemessen sind.

16/06/2026

🔹Walk and Train🔹
Ich freue mich sehr, dass es nun ein neues Angebot gibt, das in einem Monat schon losgeht!
Und zwar meine Walk & Trains.

Bei dem Walk & Train Spaziergängen wird in einer kleinen Gruppe von maximal 4 Hund-Mensch-Teams gemeinsam an einem Thema trainiert.
Die Walk & Trains dauern eine Stunde und finden an unterschiedlichen Orten in Wien statt.

Der erste Walk & Train findet am 12.07.2026 um 9:00 statt und im Fokus stehen Hundebegegnungen: aufeinander zugehen, hintereinander gehen, abwenden können und co!

Anmeldungen gerne per Mail an [email protected] oder über das Kontaktformular auf meiner Webseite hundelisa.com

Ich freu mich auf euch!

15/06/2026

🔹Junghundekurs🔹
In wenigen Wochen startet der letzte Junghundekurs vor der wohlverdienten Sommerpause :D

Im Junghundekurs werden nicht nur die Inhalte des Welpenkurses vertieft, sondern auch Inhalte erarbeitet, die euch in eurem gemeinsamen Alltag helfen werden!

Zu den wichtigsten Infos!
Theoretischer Input: 03.07.2026
Praxiseinheiten: 04.07., 11.07., 18.07., 25.07., 01.08.2026 (11:00 – 11:50)
Ort: Hundegarten Safe & Smart im 22. Bezirk (Wien)
Preis: 150€

Du bekommst natürlich auch bei dem Junghundekurs nach dem theoretischen Input Unterlagen, damit du alles problemlos nachlesen kannst und auch ein Handout mit den gemachten Aufgaben nach jeder einzelnen Praxiseinheit. So kannst du dich immer ganz auf den Moment konzentrieren und musst nichts mitschreiben.

Die Gruppe wird bewusst klein gehalten. Insbesondere Junghunde brauchen oft mehr Abstand, den ich den Hunden auch geben möchte. Außerdem kann so besser auf die individuellen Bedürfnisse eingegangen werden.

Anmeldungen gerne per Mail an [email protected] oder über das Kontaktformular auf meiner Webseite hundelisa.com

Ich freu mich schon auf euch! :D

15/06/2026

🔹Welpenkurs🔹
In einigen Wochen startet der nächste Welpenkurs!
Hier werden wichtige Grundsteine für das zukünftige Leben deines Hundes gelegt.

Zu den wichtigsten Infos:
Theoretischer Input: 03.07.2026
Praxiseinheiten: 04.07., 11.07., 18.07., 25.07., 01.08.2026 (10:00 – 10:50)
Ort: Hundegarten Safe & Smart im 22. Bezirk
Preis: 150€

Nach dem theoretischen Input bekommst du ein Unterlagenheft, damit du jederzeit alles nachlesen kannst. Nach jeder Praxiseinheit bekommst zu außerdem noch ein Handout mit den Inhalten, die wir in der jeweiligen Einheit besprochen und gemacht haben. So kannst du dich in der Praxiseinheit selbst ganz auf die Aufgaben konzentrieren und musst nichts mitschreiben.

Die Gruppe wird bewusst klein gehalten, damit individuell auf jedes Team eingegangen werden kann.

Anmeldungen gerne per Mail an [email protected] oder über das Kontaktformular auf meiner Webseite hundelisa.com

Ich freu mich auf euch! :D

15/06/2026

🔹Kontrollverlust🔹

Heute geht es um ein spannendes Thema, das uns in der Hundewelt immer wieder begegnet: Kontrolle und Kontrollverlust beziehungsweise die Angst vor dem Kontrollverlust!

🔹Kontrolle gibt Sicherheit
Kontrolle ist ein menschliches Grundbedürfnis. Wir möchten vorhersagen können, was als nächstes passiert. Das gibt uns Sicherheit und das Gefühl, die Situation im Griff zu haben.
Also: soweit, so menschlich.
Wenn wir nun die Kontrolle verlieren oder das Gefühl haben, diese Kontrolle zu verlieren, entsteht oft Unsicherheit, Stress oder auch Angst.
Deshalb versuchen viele Menschen, ihren Hund möglichst genau zu kontrollieren. Um so einfach ein Gefühl von Sicherheit zu bekommen.

(Hinweis am Rande: natürlich ist Kontrolle auch ein hündisches Grundbedürfnis ;) )

🔹Angst vor dem Kontrollverlust
Hinter dem Wunsch, den Hund und dessen Verhalten genauestens zu kontrollieren, steckt häufig Angst.
Angst davor, dass...
- der Hund wegläuft
- der Hund jemanden anspringt
- der Hund einen Fehler macht
- andere Menschen urteilen
- etwas unerwartetes passiert
- ...

Kontrolle wird somit zur Strategie, um diese Ängste zu reduzieren.

🔹Im Alltag
Im Alltag zeigt sich die Angst vor dem Kontrollverlust dann oft so:
- Dem Hund werden ständig Kommandos gegeben
- Der Hund bekommt ständiges "Feedback" für sein gezeigtes Verhalten
- Der Hund hat wenig Freiraum für sich selbst und seine Bedürfnisse
- Alles, was der Hund macht, wird kontrolliert, gecheckt und bewertet

Der Hund muss funktionieren und muss für uns Menschen eine vorhersagbare Reiz-Reaktion-Maschine sein, damit wir weiterhin das Gefühl von Kontrolle haben.

🔹Das große Problem...
Es wird für die Meisten keine große Neuigkeit sein, aber auch Hunde sind Lebewesen mit Bedürfnissen.
Hunde möchten die Umwelt erkunden, schnüffeln, selbstständig Entscheidungen treffen, Informationen sammeln, Erfahrungen machen, Einfluss auf die Umwelt nehmen, ...
Wird nun jeder Schritt vorgegeben, kommentiert oder kontrolliert, bleibt für das alles, was schlicht die Bedürfnisse des Hundes sind, wenig bis kein Raum.

Für den Hund bedeutet ständige Kontrolle also oft
- wenig Selbstwirksamkeit
- wenig Möglichkeit, Erfahrungen und Informationen zu sammeln
- hohe Abhängigkeit vom Menschen
- Frust und Unsicherheit

Ständige Kontrolle durch den Menschen kann auch dazu führen, dass Hunde nicht mehr Situationen alleine entdecken, sondern dass darauf gewartet wird, was der Mensch sagt oder möchte.

🔹Das eigentliche Ziel von Training
Oft wird dann gesagt, dass dieses "soldatenhafte Warten auf Anweisungen" das Ziel eines Trainings sei, aber das ist es in meinen Augen nicht.
Ziel von Training ist meiner Meinung nach nicht "Mein Hund macht niemals etwas ohne meine Erlaubnis", sondern "Mein Hund kann auch dann gute Entscheidungen treffen, wenn ich nicht eingreifen"

Beispiel:
Anstatt dass ich von meinem Hund im 30sek Takt Blickkontakt verlangen und somit sicherzugehen, dass alles passt, kann mein Hund mich in Situationen, wo er das Gefühl hat, Hilfe zu brauchen, von sich aus anschauen.

🔹Aber...
Um weniger Angst vor einem möglichen Kontrollverlust zu haben, braucht es einiges.

1. Es braucht klare Rahmenbedingungen, damit sich alle Beteiligten (in dem Fall Hund und Mensch) sicher und wohl fühlen.

2. Es braucht Vertrauen. Damit ich Kontrolle abgeben kann, muss ich dem Lebewesen, dem ich so Kontrolle gebe, auch vertrauen können. Und das große Problem ist, dass Vertrauen in solchen Situationen oft schon "angeknackst" ist (ich komm später noch etwas genauer dazu).

3. Es braucht sinnvoll aufgebaute Freiheiten.
Kontrolle abgeben heißt nicht, dass mein Hund jetzt um 7:00 ohne Leine, Maulkorb und co aus dem Haus rennen darf und um 21:00 wieder zurückkommen soll.
Im Freilauf kann es zum Beispiel heißen, dass der Freilauf aufgebaut wird, es Signale gibt und diese Signale bei Bedarf zum Einsatz kommen können.

4. Und es braucht natürlich sichere Lernerfahrungen für den Menschen und auch für den Hund. Wenn der Mensch die ganze Zeit lernt, dass der Hund bei jeder "Freiheit" mit unerwartetem Verhalten reagiert, dann fühlt sich das oft nicht gut an. Sammelt man aber als Mensch viele positive Erfahrungen und sieht, dass der Hund trotz seiner "Freiheiten" cool reagiert, dann traut man sich auch öfter, Kontrolle an seinen Hund abzugeben!

Und ganz wichtig: Kontrolle abgeben bzw, weniger Angst vor einem möglichen Kontrollverlust zu haben, passiert nicht über Nacht. Das ist eine Entwicklung und darf Zeit in Anspruch nehmen. Und darf auch mal besser und mal schlechter laufen...

🔹"Trainingsrichtung"
Ich habe bis jetzt bewusst sehr neutral geschrieben, weil die Angst vor dem Kontrollverlust in jeder Trainingsrichtung vorkommt. Beim gewaltfreien, bedürfnisorientierten Training, beim "balanced" Training und beim aversiven Training. Jeweils in unterschiedlichen Ausmaßen oder mit unterschiedlichen Methoden. Aber überall kann es vorkommen, dass einzelne Menschen Angst vor dem Kontrollverlust haben.
Das ist mir extrem wichtig hervorzuheben.

🔹Und kurz zu mir
Ich habe auch hier und da Angst, die Kontrolle zu verlieren - Tada. Wieso? Weil ich ein Mensch bin, diverse Erfahrungen gemacht habe, generell Situationen gerne im Griff habe, ...
ABER meine Angst vor Kontrollverlust darf das Leben meiner beiden Hunde nicht beeinträchtigen!

Und kurz zu einem praktischen Beispiel aus unserem Leben.
Murphy - mein jagdlich motivierter Aussie-Rüde - hat in seinem Leben schon viel Blödsinn gemacht. Früher hatte ich das Ziel, dass er immer und überall ohne Leine laufen kann und perfekt auf den Rückruf reagiert, was nicht geklappt hat. Er ist regelmäßig einfach verschwunden und das hat sich jedes Mal echt scheiße angefühlt.
Und irgendwann habe ich gesagt: gut - dann kommst du nicht mehr von der Leine.
Ich hatte Angst davor, dass er etwas unerwartetes macht und habe deshalb von Haus aus gesagt, dass ich ihm die Möglichkeit zur Selbstständigkeit nicht mehr gebe.
Ich habe auch jedes Mal, wenn er in den Wald hineingeschaut hat, ein Abbruchssignal gegeben, damit er den Blickkontakt unterbricht. Einfach aus Angst.

Ah ja...ich habe mich aufgrund eines Seminars vor einigen Monaten intensiv mit MIR und MEINER Angst vor dem Kontrollverlust beschäftigt.
Murphy hat Schritt für Schritt immer mehr Freiheiten bekommen bzw. ich habe immer mehr Kontrolle abgegeben.
Zuerst dass er mal ins Dickicht darf bzw. nicht immer nur am Weg bleiben muss. Dann dass die Schleppleine mal am Boden mitschleppt. Dann dass er in nur halb eingezäunten Hundezonen frei laufen darf, ...
Und sind wir so weit, dass der Bub in erlauben Gebieten eine gewisse Zeit ohne Leine laufen darf. Und er zeigt VON SICH AUS richtig tolle Verhaltensweisen. Er dreht sich um, er kommt immer wieder zurück, er beobachtet zwar Vögel, aber wendet sich ab, ...
Und ich bin richtig stolz auf ihn, dass er das so super macht und ich bin auch richtig stolz auf mich, dass ich das schaffe.
(Und dass ich nicht alles wegwerfe, wenn er mal aus dem Sichtfeld ist, weil er kurz eine riesige Runde rennt...)

🔹Fazit
Kontrolle und der Wunsch nach Kontrolle ist prinzipiell ein menschliches Bedürfnis.
Wir müssen aber darauf achten, dass unser Wunsch nach Kontrolle und unsere Angst vor einem möglichen Kontrollverlust nicht die Lebensqualität unserer Hunde beeinflusst bzw. beeinträchtigt.
Kontrolle geben können ist aber, je nach den gemachten Erfahrungen und dem Charakter des Menschen, ein Prozess.

Und - ganz wichtig für mich: ein gut trainierter Hund ist kein Hund, der ständig kontrolliert werden muss. Ein gut trainierter Hund ist ein Hund, der selbstständig richtige Entscheidungen treffen kann.

Danke euch fürs Lesen! ❤️

Für mehr Inhalte rund um den Hund, folge mir gerne auf Facebook (Hundetraining Lisa Koch), Instagram (hunde_lisa) und schau auf meine Webseite (hundelisa.com)

10/06/2026

🔹Benefiz Vortrag🔹
Es ist wieder Zeit für einen Benefiz Vortrag!

Dieses Mal geht es um das spannende Thema "Der ist nur stur!"
Aber was bedeutet "Stur sein", was steckt dahinter, welche Folgen hat dieses Label für den Hund und was kann man gegen einen "sturen Hund" machen?
All das und noch vieles mehr erfahrt ihr bei meinem Vortrag!

Die wichtigsten Infos:
❓Wann?
24.06.2026, 18:00 - 19:30

❓Wo?
Online, via Zoom!
Der Vortrag wird auch aufgenommen. Die Aufzeichnung steht euch dann 14 Tage lang zur Verfügung

❓Preis?
Der Vortrag kostet 20€
Im Preis sind neben dem Vortrag auch die Aufnahme und ein Unterlagenkatalog inkludiert.

Bei meinen Benefiz Vorträgen lernt ihr also nicht nur neue (und auch spannende) Sachen rund um das Thema Hund, sondern macht auch etwas Gutes! Denn alle Einnahmen gehen an einen Verein oder eine Organisation!
Dieses Mal gehen alle Einnahmen des Vortrags an das Tierheim Bruck/Leitha

Anmeldungen gerne per Mail an [email protected] oder über das Kontaktformular auf meiner Webseite hundelisa.com

Ich freu mich schon sehr auf den Vortrag und natürlich auch auf euch :D

09/06/2026

🔹Erlernte Hilflosigkeit🔹

Heute geht es um ein in meinen Augen wichtiges und noch immer unterschätztes Thema: die erlernte Hilflosigkeit

🔹Was ist das?!
Die erlernte Hilflosigkeit beschreibt einen Zustand, in dem der Hund gelernt hat:
Egal was ich tue - es ändert sich nichts.

Der Hund gibt daraufhin auf, aktiv zu handeln oder nach Lösungen zu suchen. Er wird komplett passiv und lässt alles "über sich ergehen".

🔹Wie entsteht sie?
Erlernte Hilflosigkeit entsteht dann, wenn en Hund wiederholt (!) erlebt:
-> Unangenehme Situationen sind unvermeidbar und es gibt keinen Ausweg
-> gezeigtes Verhalten hat keinen Einfluss auf die Situation
-> gezeigtes Verhalten wird (ständig) abgestraft
-> Situationen sind nicht kontrollierbar
-> Signale sind widersprüchlich oder falsch
-> ...

Der Hund lernt, dass ruhighalten und nichts tun sicherer ist, als aktiv zu handeln oder Lösungen zu suchen.

🔹Typische Auslöser
Oft tritt erlernte Hilflosigkeit auf, wenn...
-> ... häufig über "Korrekturen" gearbeitet wird
-> ... mit aversiven Reizen trainiert wird
-> ... ständig "Nein" gesagt wird, aber keine Alternativen gezeigt werden (oder alle Alternativen, die der Hund zeigt, nicht passen)
-> ... der Hund ständig überfordert ist und keine Möglichkeit hat, sich zurückzuziehen
-> ... Grenzen und Stresssignale des Hundes ignoriert werden

🔹So wirken die Hunde
Die Hunde, die sich in einer erlernten Hilflosigkeit befinden, werden oft als "brav" oder "gut erzogen" betitelt.
Sie sind oft sehr ruhig und zeigen wenig bis gar kein Interesse an ihrer Umwelt.
Man könnte auch sagen, dass sie emotionslos und apathisch wirken.
Diese Hunde zeigen auch sehr wenig Eigeninitiative, haben eine langsame Reaktion (wirken teilweise auch verschlafen) und zeigen auch sehr wenig bis gar kein Erkundungsverhalten, sondern...sind einfach da.

🔹Das passiert im Hund
Obwohl diese Hunde von außen eben sehr ruhig und "entspannt" aussehen, sind sie in sich drinnen in einem Alarmszustand.
Sie haben weiterhin Stress, sie haben weiterhin diverse Emotionen und sie lernen auch weiterhin. Nur sieht man es von außen eben nicht mehr.

🔹Problematisch?
Erlernte Hilflosigkeit hat massive Auswirkungen auf den Hund und seine Gesundheit!
Sie bedeutet also auch:
-> Gesundheitliche Folgen durch den Dauerstress
-> Höheres Risiko für eine "plötzliche" Eskalation "aus dem Nichts"
-> Geringere Selbstwirksamkeit
-> Geringeres Selbstvertrauen
-> Kognitiver Abbau
-> Psychische Probleme

Für "uns" Menschen wirkt die erlernte Hilflosigkeit oft "angenehm" und "unproblematisch", der Hund zahlt aber einen sehr hohen Preis für diesen emotional belastenden Zustand!

🔹Stattdessen
Was kann man jetzt machen, um erlernte Hilflosigkeit zu vermeiden?
-> Fair und vorhersagbar trainieren
-> Wahlmöglichkeiten schaffen
-> Grenzen des Hundes erkennen und anerkennen
-> Stress des Hundes ernst nehmen
-> Alternativen anbieten
-> Lernerfolge ermöglichen

🔹Fazit
Ein "ruhiger" Hund ist nicht automatisch ein entspannter und zufriedener Hund!
Hinterfragt deshalb immer, weshalb ein Hund augenscheinlich "brav" ist und kein Erkundungsverhalten zeigt oder auch wenig Interesse an der Umwelt hat. Hinterfragt auch, wenn ein Hund alles mit sich machen lässt, ohne wirklich eine Reaktion zu zeigen.

Denn erlernte Hilflosigkeit ist kein "Spaß", sondern ein ernsthaftes Thema.

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Photos from Hundetraining Lisa Koch's post 08/06/2026

🔹Milka🔹

Als wir Milka im Dezember 2021 bekommen haben, war schon klar, dass da etwas nicht stimmt - im Mai wurde sie geröntgt und es wurde HD festgestellt.
Wir wussten von Anfang an, dass die Maus also in einigen Monaten oder Jahren eine größere OP braucht.

Und Milka war auch von Anfang an nicht gerade aktiv. Sie ist nie wirklich gelaufen, sie war meistens im Schritt unterwegs und hat eigentlich fast immer Hilfe gebraucht, wenn sie wo rauf wollte.

Im Juni/Juli 2025 hat es dann begonnen, immer schlimmer zu werden. Sie ging kaum noch raus - nur noch im lösen - und ist viel gelegen.
Und ja...nach einem Besuch bei der Physio war klar: die neue Hüfte muss her.

Ende Oktober war es also so weit. Die Maus wurde in die Tierarztpraxis gebracht und am nächsten Tag mit kahlrasiertem A***h und einem neuen Hüftgelenk abgeholt.

Und uff..diese Zeit war hart.
Die Idee war, dass jemand bei Milka am Boden in ihrem abgegrenzten Bereich schläft und die andere Person im Bett und dass man sich so abwechselt. Fand Milka ganz doof und hat nur Radau gemacht.
Dann haben mein Partner und ich zu zweit für zwei Wochen auf Iso-Matten am Boden neben Milka geschlafen.
Milka fand es in den ersten Tagen generell doof, wenn sie keinen Körperkontakt hatte...

Nach den zwei Wochen war Aufstehen und paar Schritte gehen kein Problem mehr, also sind wir ins Wohnzimmer übersiedelt. Wir haben auf der Couch geschlafen, Milka vor uns am Teppich.
In der Zeit haben wir übrigens herausgefunden, dass Milka ein Faible für zweite Weltkrieg Dokus auf NTV hat, weil bei denen ist sie am schnellsten eingeschlafen...

Natürlich durfte sie auch nicht alleine bleiben, weshalb wir STÄNDIG eine Betreuung hatten. Es sind diverse Urlaube, Home-Office-Tage und co von Familie und Freunden benutzt worden.

Dann began die Zeit mit der Physiotherapie, wo die Muskeln wieder aufgebaut wurden. Wir sind also zweimal die Woche brav zur Physio und Milka hat gezeigt, was sie kann.
Schnell wurde aber klar, dass Milka jetzt die operierte Seite mehr BElastet und die nicht operierte Seite ENTlastet...gut...also wurde für den Sommer ein OP-Termin für die zweite Seite ausgemacht.

Nach mehreren Wochen Physiotherapie, Übungen daheim, ... hat man gemerkt, dass sie immer mehr kann, tut und macht.

Und dann kam im Mai noch die Erleichterung: Milka braucht keine OP im Sommer. Milka hat so toll Muskeln aufgebaut, dass diese das Gelenk einfach massiv entlasten.
Richtig Schade, weil...wohin jetzt mit meinem gesparten Geld für die zweite Seite 😉
(Keine Sorge! Das geht für was anderes drauf!)

Und naja...wir haben jetzt Juni und wir kommen von einem fast 1,5 Stunden Spaziergang im Wald, bei dem sie auch 15min auf einer großen Wiese herumgeflizt ist. Sie hat sich gewälzt, ist galoppiert, ist über Äste gesprungen.
Und diese Spaziergänge passieren seit einigen Monaten öfter. Größere Spaziergänge im Wald oder am Feld bei denen sie einfach Milka sein darf. Und auch nach den Spaziergängen ist sie zwar Müde - keine Sorge, ich auch - aber hat keine Probleme beim Aufstehen, Hinlegen, ...

Und da ist mir wieder gekommen, wie das vor einem Jahr noch war...dass das damals nicht ging. Dass sie damals Schmerzen hatte, sich nach 1, 2 Minuten Spaziergang einfach hingesetzt hat und zurück in die Wohnung wollte.

Also großes - nein, das GRÖSSTE - Dankeschön an die Tierarztpraxis am Stadtpark für den nackten Po und das wirklich grandiose neue Hüftgelenk und an Canimotion für die Betreuung vor und nach der OP.

(PS.: mein Partner und ich haben gewettet, wann das Fell am Po wieder komplett da ist und ich hab mit "Mitte April" gewonnen 😉 )

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