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19/05/2026
🇦🇹🇩🇪🇨🇭
Die gefährlichsten Spannungen in Teams entstehen dort, wo echter Kontakt fehlt. Es herrscht Stille: Nach einem Führungskräfte-Workshop bleibt eine Führungskraft noch kurz im Raum stehen.
Leise sagt er:
„Können wir bitte kurz reden?“
Wir setzen uns.
Dann kommt es langsam heraus:
„Was man hier nicht hört: Ich fühle mich ignoriert. Mein Chef spricht kaum noch mit mir. Außerhalb der Teammeetings geht er mir aus dem Weg. Wenn ich etwas brauche, ist er nicht greifbar.“
- Kein Konflikt.
- Kein lauter Streit.
- Keine Eskalation.
NUR Distanz.
Und genau diese Form der Stille verunsichert Menschen oft am meisten.
Denn Mitarbeitende beginnen irgendwann zu interpretieren:
„Bin ich ein Problem?“
„Bin ich nicht mehr wichtig?“
„Sollte ich besser nichts mehr fragen?“
Das Spannende:
In der späteren Intervention stellte sich heraus, dass die Führungskraft die Situation völlig anders wahrgenommen hatte.
- Hoher Druck.
- Zu viele Themen gleichzeitig.
- Rückzug statt bewusster Ausgrenzung.
Die Lösung war überraschend einfach:
Kleine klar definierte Kontaktpunkte.
- 10 Minuten pro Woche.
- Verlässliche Erreichbarkeit.
- Kurze Antworten statt Funkstille.
Nach wenigen Wochen veränderte sich die Zusammenarbeit spürbar.
Manchmal verlieren Menschen nicht Motivation durch Kritik, sondern durch das Gefühl, nicht mehr gesehen zu werden.
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